Radon-Erkundung im Bauernhaus im LKR Aichach-Friedberg

Die Radon-Erkundung in einem Bauernhaus im Landkreis Aichach-Friedberg zeigt, wie wichtig es ist, Radonbelastungen im Wohnumfeld frühzeitig zu erkennen. Betroffen war die Eigentümerin und langjährige Nutzerin des Gebäudes, die an Lungenkrebs erkrankte. Die behandelnden Ärzte vermuteten als mögliche Ursache eine langjährige Radoninhalation.

Radon-Erkundung im Bauernhaus im LKR Aichach-Friedberg, Schwaben / Bayern

  • Radonkonzentrationen: > 90 Bq/m³
  • Gebäudetyp: Bauernhaus mit Natursteinmauerwerk und erdberührenden Bauteilen
  • Betroffene Person: Eigentümerin und Nutzerin des Hauses

Die Untersuchung machte deutlich, dass gerade ältere Gebäude mit direktem Bodenkontakt anfällig für Radoneintritt sind.

Medizinischer Hintergrund: Lungenkrebs und Radonexposition

Die Eigentümerin und Nutzerin des vorliegenden Gebäudes erkrankte an einem Lungenkrebs, wobei die behandelnden Ärzte als mögliche Ursache eine langjährige Radoninhalation vermuteten. Pneumologen unterscheiden beim Bronchialkarzinom zwischen zwei Hauptformen:

  • Kleinzelliges Bronchialkarzinom (SCLC): wächst sehr schnell und bildet frühzeitig Metastasen.
  • Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom (NSCLC): wächst langsamer und streut weniger schnell.

Lungenkrebs gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Krebserkrankungen in Deutschland. Neben Rauchen zählt Radon zu den wichtigsten Ursachen.

Statement des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS)

„Das Einatmen des radioaktiven Edelgases Radon stellt nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs dar. Mit geeigneten Schutzmaßnahmen kann das Erkrankungsrisiko jedoch deutlich gesenkt werden.“


Regionale Radonbelastung

Radonkarten zeigen für den LKR Aichach-Friedberg ein mittleres Radonpotenzial. Doch Karten liefern nur grobe Hinweise – ob ein Gebäude belastet ist, zeigt nur eine Messung. Ein erster Schritt:
https://radonsanierung-binker.de/radon-nach-plz-kostenlos-ihr-risiko-pruefen/


Radonpotential im Umfeld des Gebäudes

Die Karten zum Radonpotenzial machen deutlich, dass bereits kleinräumige Unterschiede in der Geologie zu erheblichen Abweichungen bei der Radonfreisetzung führen können. Der untersuchte Standort liegt in einem Bereich mit mittlerem Radonpotenzial. Ob und in welchem Umfang Radon tatsächlich in ein Gebäude eindringt, hängt jedoch zusätzlich stark von der Bauweise, dem Gebäudezustand und der Nutzung ab.

(8) Radonpotential
(8) Radonpotential
(9) Radonpotential
(9) Radonpotential
(10) Radonnpotential
(10) Radonnpotential
(11) Radonpotential
(11) Radonpotential
(12) Radon-Potential
(12) Radon-Potential

Bereits kleinste Undichtigkeiten im Keller oder in erdberührenden Räumen erleichtern dem Radon-Gas den konvektiven Weg ins Gebäude. Auch Risse und undichte Fugen in Kellerwänden oder der Bodenplatte sowie Medien-, Kabel- und Rohrdurchführungen können Eintrittspfade darstellen. Dagegen tragen Baustoffe selbst nur wenig zur Radonkonzentration in der Raumluft bei.

Typische Eintrittsszenarien sind:

  • Natursteinmauerwerk ohne Bauwerksabdichtung außen, Radoneintritte entlang der Mauerfugen
  • Kellerdecke aus Fertigteilelementen, Radonmigration durch unvollständig verfüllte Stöße und Risse
  • Bodenaufbau aus gegossenem Beton auf Kies, Eintrittsstellen für Radon aus dem Baugrund
  • Offene Fugen im Treppenaufgang, Natursteinmauerwerk auf Fels
  • Bauschäden im erdberührenden Mauerwerk, Radontransport durch Fugen und Mikrorisse
  • Revisionsschächte im Keller trotz dichter Bauhülle
  • Rohr- und Mediendurchführungen
(13) Eintrittspfade für Radongas

Radon-Kurzzeitmessungen im Bauernhaus

Im akuten Fall waren zunächst Radon-Kurzzeitmessungen mit elektronischen Messgeräten vorgesehen. Damit sollte abgeschätzt werden, ob auffällig hohe Radon-Aktivitätskonzentrationen im Gebäude vorliegen, insbesondere im Schlafzimmer der Patientin. Diese Kurzzeitmessungen wurden mit dem RadonEye durchgeführt.


Messergebnisse und Bewertung

Die Kurzzeitmessungen zeigten Werte von 86 Bq/m³ im Schlafzimmer der Eigentümerin. Damit lagen die Radonkonzentrationen unterhalb des WHO-Referenzwertes von 100 Bq/m³. Dennoch gilt: Es gibt keinen Schwellenwert, unterhalb dessen Radon ungefährlich ist. Studien zeigen, dass pro 100 Bq/m³ Radonkonzentration das Lungenkrebsrisiko um etwa 16 % steigt.


Handlungsempfehlung und Sanierung

Ein strukturiertes Vorgehen schützt nachhaltig vor Radonbelastungen:

  1. Erste Einschätzung:
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  2. Radonmessung:
    https://radonsanierung-binker.de/radon-dosimeter-kaufen/
    https://radonsanierung-binker.de/radon-messgeraet/
  3. Radon-Sniffing und Profi-Messung:
    https://radonsanierung-binker.de/radon-sniffing-2025-fortschritt-im-radonschutz-durch-dr-gerhard-binker/
    https://radonsanierung-binker.de/radon-und-thoronmessung-mit-profi-messgeraeten/
  4. Sanierungskonzepte:
    https://radonsanierung-binker.de/radon-sanierungskonzept/

Abschluss

Die Radon-Erkundung im Bauernhaus im LKR Aichach-Friedberg wurde von der Binker Materialschutz GmbH unter der Leitung von Dr. Gerhard Binker dokumentiert. Die Messergebnisse und die Bewertung zeigen exemplarisch, wie Radonbelastungen in Wohngebäuden erfasst und eingeordnet werden können.

Quellen


Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.

Standort Nürnberg: Hauptsitz Lauf

Binker Materialschutz GmbH
Westendstraße 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg

Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: info@binker.de


Hinweis: Die Szene im TV-Design ist ein kreatives Mockup, das unsere Radon-Expertise im Bereich Radon-Erkundung im LKR Aichach-Friedberg visuell unterstreicht.

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