Radon-Drainage: Vorbeugender Radonschutz im Neubau und Bestand

Die Radon-Drainage leitet radonhaltige Bodenluft ab, bevor sie in das Gebäude eindringt: Perforierte Drainagerohre unter der Bodenplatte sammeln die Bodenluft flächig ein und führen sie kontrolliert ins Freie. Im Neubau ist die Radon-Drainage der vorbeugende Radonschutz, im Bestand lässt sie sich nachrüsten, wenn der Boden ohnehin neu aufgebaut wird.

Fischgrät-artige Radon-Drainage

Wann ist eine Radon-Drainage sinnvoll?

  • Neubau in Radon-Vorsorgegebieten oder auf Grundstücken mit erhöhtem Radonpotenzial.
  • Hohe Radonwerte in der Bodenluft: Bei 40.000 bis über 300.000 Bq/m³ empfiehlt sich eine Radon-Drainage unter dem Neubau.
  • Bestandsgebäude mit Bodenneuaufbau: Wird der Boden ohnehin erneuert, kann die Radon-Drainage direkt mit eingebaut werden, auch im Kellergeschoss.

Wie funktioniert die Radon-Drainage?

Analyse

Vor der Projektierung wird der Radongehalt der Bodenluft am Standort ermittelt, über das Geoportal des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und mit eigenen Radon-Bodenmessungen. Beim Neubau des Mensagebäudes in Hohenau ergab die Analyse 61.000 Bq/m³ in der Bodenluft. Auf dieser Grundlage wird die Radon-Drainage dimensioniert.

Verlegung

Die perforierten Drainagerohre werden fischgrätartig unter der Bodenplatte verlegt, bevor diese betoniert wird. So erfasst das Rohrsystem die Bodenluft unter der gesamten Gebäudefläche. Im Bestand erfolgt der Einbau nach dem Abbruch des alten Bodenbelags.

Prinzip der Radon-Drainage: Drainagerohre unter dem Gebäude mit Ableitung über eine Radonturbine

Abluftführung

Die gesammelte Bodenluft wird passiv oder aktiv abgeführt. Passiv arbeitet die Radon-Drainage über den Kamineffekt mit einem langen Steigrohr über Dach, ganz ohne Strom. Aktiv übernimmt eine Absaugung mit Radonsauger oder Radonturbine die Ableitung. Welche Variante passt, hängt vom Bedarf und von der Gebäudehöhe ab. Eine passive Radon-Drainage lässt sich später aktiv nachrüsten.

Kontrolle

Nach der Fertigstellung belegen Radonmessungen den Erfolg. Ziel aller Maßnahmen ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³, klar unterhalb des gesetzlichen Referenzwerts von 300 Bq/m³.

Radon-Drainage in der Praxis

So sieht der Einbau aus, hier beim Neubau des Mensagebäudes in Hohenau im Bayerischen Wald:

Diese Projekte haben wir mit einer Radon-Drainage umgesetzt:

Vorteile der Radon-Drainage

  • Vorbeugend: Im Neubau von Anfang an eingeplant, bevor Radon zum Problem wird.
  • Flächig: Das Rohrsystem erfasst die Bodenluft unter der gesamten Bodenplatte.
  • Flexibel: Passiv ohne Strom über den Kamineffekt, bei Bedarf aktiv mit Absaugung erweiterbar.

Radon-Drainage planen lassen

Die Binker Materialschutz GmbH unter der Leitung von Dr. Gerhard Binker plant und baut Ihre Radon-Drainage im Neubau und im Bestand. Rufen Sie uns an unter +49 (0) 9123 9982-0 oder schreiben Sie an gbinker@binker.de. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz – unter anderem in München, Nürnberg, Stuttgart, Dresden, Köln, Pforzheim und vielen weiteren Städten.

Radonschutz durch Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.

Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de

Weitere Informationen:

Binker Materialschutz GmbH