In dieser Gründerzeit-Villa in Gera kam das Radon dort herein, wo auch die Feuchte hereinkam: durch das Kellermauerwerk. Beim Radon-Sniffing wurden im Heizkeller über 7.500 Bq/m³ gemessen, im Erdgeschoss lag die Raumluft bei über 400 Bq/m³. Saniert wurde deshalb nicht mit einer Absaugung, sondern mit einer Kellerabdichtung gegen aufsteigende Feuchte im Kristallverfahren.
Inhalt
Radon-Gebäudeanamnese in einer Gründerzeit-Villa in Gera
- Radonkonzentration im Keller: über 500 Bq/m³
- Radonkonzentration im Erdgeschoss: über 400 Bq/m³
- Radon-Sniffing an den Eintrittspfaden: über 7.500 Bq/m³
- Thoron-Sniffing: über 850 Bq/m³
- Radonkonzentration nach der Sanierung: unter 300 Bq/m³
- Lage: Gera in Thüringen, kein Radon-Vorsorgegebiet
- Lösung: Kellerabdichtung gegen aufsteigende Feuchte im Eurokristall-Verfahren
Radon-Sniffing im Keller und im Heizkeller
Mit dem Canadian Radonsniffer haben wir die Kellerräume Punkt für Punkt abgesucht. Im Keller lagen die Werte im Mittel bei rund 1.500 Bq/m³, im Heizkeller stiegen sie in der Spitze auf rund 7.400 Bq/m³.




Die Raumluft in Erdgeschoss und Obergeschoss
Radon bleibt nicht im Keller. Im Erdgeschoss der Villa haben wir mit RadonEye-Geräten rund 300 bis 400 Bq/m³ gemessen, im 1. Obergeschoss immerhin noch 79 Bq/m³.




Wo Wasser hereinkommt, kommt auch Radon herein
Auffällig waren die Feuchteschadbereiche im Kellermauerwerk. Genau dort haben wir mit dem SARAD RTM 1688-2 gemessen und die höchsten Werte gefunden: 2.115 Bq/m³ Radon und 865 Bq/m³ Thoron.
Da wo flüssiges Wasser in das Kellermauerwerk kommt, kommt gasförmiges Radon ohnehin rein.
Dr. Gerhard Binker





Die Lösung: Kellerabdichtung im Kristallverfahren
Statt einer Absaugung wurde hier das Kellermauerwerk gegen aufsteigende Feuchte abgedichtet. Beim Kristallverfahren werden mehrere Schichten aufgetragen, die im Mauerwerk auskristallisieren und die Kapillaren verschließen. Damit ist der Weg zu, über den zuvor Feuchte und Radon eintraten.




Nach der Sanierung liegt die Radonkonzentration in der Villa unter 300 Bq/m³ und damit unter dem gesetzlichen Referenzwert.
Der gesetzliche Referenzwert liegt bei 300 Bq/m³. Ziel jeder Radonsanierung bleibt ein Wert dauerhaft unter dem von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³, dafür lassen sich weitere Maßnahmen ergänzen.
Radon in Gera: die amtlichen Werte und unsere Messung
Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für Gera diese Werte aus:
- Radonpotenzial: 32,4
- Radon in der Bodenluft: max. 145.400 Bq/m³ (geologische Einheit: Quartär)
- Radon-Vorsorgegebiet: nein
- Radon in Wohnräumen: 78 Bq/m³ (Gemeindemittel Gera)


In dieser Villa haben wir im Keller über 500 Bq/m³ gemessen, beim Radon-Sniffing an den Eintrittspfaden über 7.500 Bq/m³.
Hinweis zum Gemeindemittel: Das ist ein statistischer Durchschnitt über viele Gebäude. In einzelnen Gebäuden messen wir in der Praxis regelmäßig deutlich höhere Werte. Die tatsächliche Belastung zeigt nur eine eigene Messung.
Radon nach Postleitzahl
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Radonsanierung in Altbauten und Gründerzeit-Gebäuden
Alte Kellermauerwerke ohne Horizontalsperre sind ein doppelter Weg: für Feuchte und für Radon. Wer die Feuchte in den Griff bekommt, senkt oft auch die Radonwerte deutlich. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz – unter anderem in München, Nürnberg, Stuttgart, Dresden, Köln, Pforzheim und vielen weiteren Städten.
Radon-Sniffing anfragen
Bitte tragen Sie Ihren echten Vor- und Nachnamen ein. Wir beantworten nur vollständig ausgefüllte, ernst gemeinte Anfragen.
Radonschutz durch Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de

Bildnachweis
Bilder 15 bis 18: Eurokristall. Alle übrigen Bilder: Dr. Gerhard Binker, Binker Materialschutz GmbH.