Coburg liegt in keinem Radon-Vorsorgegebiet, und das Gemeindemittel für Wohnräume liegt bei 65 Bq/m³. In diesem Wohnhaus haben wir trotzdem über 800 Bq/m³ im Wohnbereich gemessen, an den Eintrittspfaden im Keller über 8.000 Bq/m³. Die Radon-Gebäudeanamnese zeigt, wo das Radon hereinkommt und was die erste Abdichtung gebracht hat.
Inhalt
Radon-Gebäudeanamnese eines Wohnhauses in Coburg
- Radonkonzentration im Wohnbereich: über 800 Bq/m³
- Radon-Sniffing an den Eintrittspfaden: über 8.000 Bq/m³
- Radon-Sniffing nach den ersten Abdichtungsarbeiten: unter 500 Bq/m³
- Lage: Coburg in Bayern, kein Radon-Vorsorgegebiet
- Vorgehen: Aufspüren der Radon-Eintrittspfade und nachträgliches Abdichten der Radon-Haupteintrittspfade
Wo das Radon ins Haus gelangt
Am Anfang steht der Grundriss des Kellergeschosses. Offene Fugen zwischen Wand und Boden, Risse und Rohrdurchführungen sind die Wege, über die radonhaltige Bodenluft in das Gebäude strömt. Über den Keller steigen die Werte bis ins Erdgeschoss an: Dort wurden 709 bis 831 Bq/m³ gemessen.




Beim Radon-Sniffing mit dem Canadian Radonsniffer zeigen sich an Rissen und Fugen deutlich erhöhte Radonkonzentrationen. Besonders am Kanalrevisionsschacht sind es mehrere tausend Bq/m³.


Abdichten gegen Radon: erste Maßnahme, begrenzte Wirkung
Beim Abdichten gegen Radon werden Risse, Fugen und Rohrdurchführungen im Keller oder Erdgeschoss mit elastischen Massen gegen konvektiven Radoneintritt verschlossen. Das blockiert offene Wege für die radonhaltige Bodenluft und reduziert den Übertritt des Radongases ins Haus. Als alleinige Maßnahme wirkt es allerdings nur begrenzt.
Wichtige Schritte beim Abdichten:
- Risse und Fugen: offene Stellen im Boden oder an Wänden mit Erdkontakt mit Silikon, Acryl oder speziellen Dichtstoffen verschließen
- Rohrdurchführungen: Kabeleinführungen und Leitungen für Wasser oder Strom im Fundamentbereich luftdicht abdichten

Die ersten Abdichtmaßnahmen brachten eine messbare Reduktion: Beim Radon-Sniffing lagen die Werte an den behandelten Stellen anschließend unter 500 Bq/m³, vorher über 8.000 Bq/m³. Für einen ausreichenden Schutz reicht das nicht. Deshalb sind weitere technische Maßnahmen angezeigt, in diesem Fall eine Radon-Unterbodenabsaugung, für die der Eigentümer zunächst die Finanzierung klären muss.
Ziel jeder Radonsanierung ist ein Wert dauerhaft unter dem von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³, der gesetzliche Referenzwert liegt bei 300 Bq/m³.
Radon in Coburg: die amtlichen Werte und unsere Messung
Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für Coburg diese Werte aus:
- Radonpotenzial: 32,5
- Radon in der Bodenluft: max. 33.300 Bq/m³
- Radon-Vorsorgegebiet: nein
- Radon in Wohnräumen: 65 Bq/m³ (Gemeindemittel Coburg)


In diesem Wohnhaus haben wir über 800 Bq/m³ im Wohnbereich gemessen, beim Radon-Sniffing an den Eintrittspfaden über 8.000 Bq/m³.
Hinweis zum Gemeindemittel: Das ist ein statistischer Durchschnitt über viele Gebäude. In einzelnen Gebäuden messen wir in der Praxis regelmäßig deutlich höhere Werte. Die tatsächliche Belastung zeigt nur eine eigene Messung.
Radon nach Postleitzahl
Kostenlos und unverbindlich für jede Postleitzahl in Deutschland:
Radonsanierung in Coburg und Oberfranken
Dieses Projekt zeigt, dass hohe Radonwerte auch außerhalb der Radon-Vorsorgegebiete auftreten. Entscheidend ist nicht die Karte, sondern die Messung im Gebäude. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz – unter anderem in München, Nürnberg, Stuttgart, Dresden, Köln, Pforzheim und vielen weiteren Städten.
Radon-Sniffing anfragen
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Radonschutz durch Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de
