Radon-Messungen in Traunstein (Oberbayern)

Ein effizienter Radonschutz ist oftmals geringer kostenintensiv und schneller umzusetzen, als viele vermuten.
https://radonsanierung-binker.de/kosteneffektive-radonsanierung/
Wichtig ist eine vorangehende genaue Inspektion der radonbelasteten Gebäude:
https://radonfachperson.org/radonfachperson-qualifikationen-und-merkmale/

Nachfolgend ein Beispiel einer umfassenden Radon-Erkundung und erfolgreichen Sanierungsmaßnahme in Oberbayern.

Radon-Messungen und Radon-Erkundungen in einem Wohnhaus im Landkreis Traunstein / Oberbayern – Bayern

  • Radon-Raumluftkonzentrationen: > 450–1400 Bq/m³
  • Radon-Sniffing-Konzentrationen: > 8000 Bq/m³
  • Radonsanierungsmethode: Ringdrainagen-Absaugung

Der Landkreis Traunstein ist offiziell kein Radonvorsorgegebiet, zeigt aber in vielen Städten und Gemeinden sehr hohe Radon-Bodenkonzentrationen und Gebäudebelastungen. Exposimeter-Messungen im untersuchten Wohnhaus ergaben Raumluftkonzentrationen bis zu 1400 Bq/m³ (Referenzwert nach Strahlenschutzgesetz: 300 Bq/m³).

Ein Abruf der geologischen Daten im BfS-Portal deutete bereits vor der Vor-Ort-Untersuchung auf hohe Radon-Sniffingwerte hin: Bodenradon-Konzentrationen bis 129 kBq/m³ (= 129 000 Bq/m³) und ein Radonpotential über 51.

Eine präzise Radonerkundung mit den Messgeräten Canadian Radonsniffer und SARAD RTM 1688-2 bestätigte diese hohen Eintrittspfadkonzentrationen.
Siehe auch: https://radonsanierung-binker.de/radon-und-thoronmessung-mit-profi-messgeraeten/

Obwohl Radon ein sehr schweres Gas (9,73 kg/m³) ist, tritt es aufgrund von Luftdruckunterschieden über Spalten, Risse oder durchlässigen Untergrund ins Freie aus. Temperaturdifferenzen (Kamineffekt) führen dazu, dass Radon über Undichtigkeiten in bodenberührenden Bauteilen (Bodenplatten, Fundamente, Rohrdurchführungen, Hangwände) in Innenräume gesogen wird. Dort kann es sich über undichte Decken, Treppenhäuser oder Aufzugsschächte auch in obere Geschosse ausbreiten.

Was häufig falsch verbreitet wird: Die physikalische Dichte des Radon spielt nur eine untergeordnete Rolle – die chemischen Konzentrationen sind so gering, dass kaum Dichteunterschiede zwischen Radonhaltiger und normaler Luft bestehen.

Der durchschnittliche Radongehalt in der Raumluft deutscher Wohnräume liegt bei etwa 50 Bq/m³ (ca. drei- bis viermal höher als im Freien).

Je nach Standort können Bodenradon-Messwerte zwischen wenigen Hundert und über 1 000 000 Bq/m³ auftreten. Oberhalb eines dauerhaften Raumluftwertes von 130 Bq/m³ steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken (Strahlenschutzkommission 2000).

Das radioaktive Gas sammelt sich besonders in Kellern und Kriechkellern. Dort darf keine Luft für kontrollierte Wohnraumlüftungen angesaugt werden, da sonst Radon in bewohnte Bereiche gelangt.

Um ein zielgerichtetes Sanierungskonzept zu entwickeln, sind umfangreiche Radon-Vormessungen erforderlich. Neben einer gründlichen Gebäudeanamnese (Baugrube, Untergrund, Baustoffe, alte Schächte, gekappte Rohre etc.) müssen akribische Radon-Sniffingmessungen durchgeführt werden. Sie ermöglichen die Abschätzung der Eintrittsstellen und die Auswahl geeigneter Sanierungsmaßnahmen.

Auch in Nebenräumen zu stark belasteten Bereichen steigen die Radonkonzentrationen bei unzureichender Belüftung deutlich an. Die Radonverdriftung erfolgt über undichte Türen, Leerrohre, Fußbodenhohlräume u. a.

Bei der Gebäudeinspektion wurde eine Ringdrainage mit hoher Radonkonzentration entdeckt. Diese wurde durch Einbau eines Radon-Ventilators (Radon-Turbine) ins Freie abgesaugt – eine einfache, wirkungsvolle Sanierungsmaßnahme.
siehe auch: https://radonsanierung-binker.de/kosteneffektive-radonsanierung/


Handlungsempfehlung und Sanierung

Radon-Sniffing und Profi-Messung:
https://radonsanierung-binker.de/radon-sniffing-2025-fortschritt-im-radonschutz-durch-dr-gerhard-binker/
https://radonsanierung-binker.de/radon-und-thoronmessung-mit-profi-messgeraeten/

Sanierungskonzepte:
https://radonsanierung-binker.de/radon-sanierungskonzept/


Bildnachweis:

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Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.

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