Die Radon-Eintrittspfadsuche in einem Wohnhaus in Gladenbach zeigt, wie durch eine gründliche Vorerkundung und gezielte Maßnahmen hohe Radonbelastungen effektiv reduziert werden können. Dieses Projekt verdeutlicht, warum es so wichtig ist, Radon Zuhause zu messen und bei Bedarf eine Sanierung im privaten Wohnhaus durchzuführen – insbesondere in Regionen mit hohem Radonpotential.
Radon-Eintrittspfadsuche zur Vorerkundung in einem Wohnhaus in Gladenbach, LKR Marburg-Biedenkopf / Hessen:
- Radonkonzentrationen >350 Bq/m³
- Radon-Sniffingkonzentrationen >2000 Bq/m³
Radonsanierungsmethode:
- Dezentrale Wohnraumbelüftung
Das Wohnhaus liegt in Gladenbach, Landkreis Marburg-Biedenkopf, nahe Bad Endbach, einer Region mit hohem Radonpotential aufgrund geologischer Bodeneigenschaften, wie Schieferhalden und früherer Salzabbauaktivitäten hinweisen. Die abgeschätzte Radon-Bodenluftkonzentration beträgt 101 000 Bq/m³, bedingt durch den hohen Radiumgehalt in Gesteinen wie Kupferschiefer, die viel Radon exhalieren (Quellen: BfS, klb-klimaleichtblock.de).
Messungen ergaben Radonkonzentrationen über 350 Bq/m³ in der Raumluft und Sniffing-Werte über 2000 Bq/m³, z. B. fast 2000 Bq/m³ am Badewannenrand und bis zu 500 Bq/m³ Thoron an Fugen (gemessen mit SARAD RTM 1688-2). Radon-Eintrittspfade wurden identifiziert: nicht abgedichtete Rohreinführungen, Bodenbelagsübergänge, Sockelleistenbereiche, Randfugen, Gebäudetrennfugen und der Bidet-Abfluss.
Die Binker Materialschutz GmbH unter der Leitung von Dr. Gerhard Binker führte die Vorerkundung durch und empfahl als Sofortmaßnahme die Abtrennung von Treppenhäusern zur Kappung von Radonpassagen (vgl. Bay. LfU). Die Sanierung erfolgte durch den Einbau eines Meltem-Schalldämm-Lüftungsgeräts, das eine dezentrale Wohnraumbelüftung ermöglicht, auch im Sommer. Zusätzlich wurden Stoßlüftung (Querlüftung statt Kipplüftung), regelmäßiges Lüften von Kellergeschossen und das Abdichten von Rissen, Fugen und Leitungseinführungen umgesetzt, wie vom HeRaZ empfohlen.
























Radon in Gladenbach: die amtlichen Werte und unsere Messung
Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für Gladenbach diese Werte aus:
- Radonpotenzial: 47,2
- Radon in der Bodenluft: max. 45.200 Bq/m³ (geologische Einheit: Devon)
- Radon-Vorsorgegebiet: nein
- Radon in Wohnräumen: 81 Bq/m³ (Gemeindemittel Gladenbach)


In diesem Wohnhaus haben wir Radonkonzentrationen von über 350 Bq/m³ gemessen, beim Radon-Sniffing an den Eintrittspfaden fast 2.000 Bq/m³ und an Thoron fast 500 Bq/m³.
Hinweis zum Gemeindemittel: Das ist ein statistischer Durchschnitt über viele Gebäude. In einzelnen Gebäuden messen wir in der Praxis regelmäßig deutlich höhere Werte. Die tatsächliche Belastung zeigt nur eine eigene Messung.
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Lüften und Abdichten als Sofortmaßnahmen






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Expertise der Binker Materialschutz GmbH
Die Binker Materialschutz GmbH unter der Leitung von Dr. Gerhard Binker hat in diesem Projekt ihre Expertise in der Planung und Umsetzung komplexer Radonschutzmaßnahmen bewiesen. Dieses Beispiel aus Gladenbach zeigt, wie durch präzise Radonvorerkundung eine effektive Radonsanierung Zuhause realisiert werden kann.
Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Standort Köln:
Binker Materialschutz GmbH
über L. Binker
Luxemburgerstrasse 38
D-50354 Hürth
Telefon: +49 (0) 172 8103547
E-Mail: verwaltung@binker.de

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