Radon selbst abzudichten klingt zunächst einfach: Risse und Fugen verschließen – fertig. Doch reicht das wirklich aus? Die Radonabdichtung ist eine bewährte Methode, um Radon in Gebäuden zu reduzieren. Radon ist ein unsichtbares, geruchloses, radioaktives Edelgas, das aus dem Boden aufsteigt und über Undichtigkeiten in Gebäude eindringt. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) sind in Deutschland jährlich rund 2.800 Lungenkrebs-Todesfälle auf Radon in Wohnräumen zurückzuführen. Die Binker Materialschutz GmbH bietet den vollständigen Service aus einer Hand: professionelle Radon-Messungen, Radon-Sniffing zur präzisen Ortung der Eintrittspfade, individuelle Sanierungskonzepte und die fachgerechte Radonsanierung.
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und vom SMUL Sachsen fortgebildete Radon-Fachperson. Die Binker Materialschutz GmbH ist eine staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen. Ziel aller Maßnahmen ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den WHO-empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³ – energieeffizient, denkmalverträglich und langfristig wirksam.
Inhalt
Professionelle Radonabdichtung von Flächen, Rissen und Fugen
Mit gezielten, professionellen Flächen-Abdichtungsmaßnahmen reduzieren wir bei Radonsanierungen das Eindringen von Radon durch Risse und Fugen – besonders in Kellern. Diese Technik eignet sich als Erstmaßnahme für unterschiedliche Radonwerte und Bauweisen, vom Einfamilienhaus bis zum Altbau. Mehr dazu auf unserer Seite zur Radonabdichtung als effektive Sanierungsmethode.
Noppenbahn-Abdichtung mit Hohlbodenabsaugung bei der Kellersanierung
Sofern ein Keller grundlegend saniert wird, kommt auch unsere Noppenbahn-Abdichtung mit Hohlraum-Absaugung als Möglichkeit der Radonsanierung in Frage. Sie wirkt als Mehrzweckverfahren gleichzeitig gegen Feuchte und Radon. Details finden Sie auf der Seite zur Hohlbodenabsaugung und Noppenbahn.
Warum Radon-Abdichtungen in Eigenleistung oft scheitern
Für Kunden mit Radonbelastung – etwa im Wohnhaus oder am Arbeitsplatz – führen wir eine akribische Gebäudeanalyse und Gebäudeanamnese durch. Dabei setzen wir das professionelle Radon-Sniffing ein. Dieses ist auch dann sinnvoll, wenn Kunden bereits selbst versucht haben, den Radoneintritt mit verstrichenen oder aufgebrachten Abdichtmassen zu verhindern – häufig vergeblich.
Mit dem Radon-Sniffing können wir feststellen, wo Radon – und ebenso Thoron – in welcher Intensität in Ihr Gebäude eindringt. So lassen sich die tatsächlich relevanten Eintrittspfade objektiv nachweisen, statt nur sichtbare Risse zu verschließen.
Gezielte Abdichtung dominanter Eintrittspfade
Sind einzelne dominante Eintrittspfade durch unser Radon-Sniffing final identifiziert, können diese fachgerecht abgedichtet werden – zum Beispiel mit dem radondichten Einbau von Ringraumdichtungen oder Mehrsparteneinführungen als Nachrüstung.
Wenn Abdichten allein nicht reicht: Querschnittsabdichtung und technische Absaugung
Nahezu in allen radon-analytisch untersuchten Bestandsbauten haben wir mehrere Radon-Eintrittspfade identifiziert – fast immer lag mehr als ein Eintritt vor. Bei falsch eingebauten flächigen Abdichtungen kann Radon zudem in den aufgehenden Wänden hochströmen und in höheren Wandbereichen oder in darüberliegenden Stockwerken wieder austreten. Hier sind aufwändigere Gegenmaßnahmen erforderlich, etwa Querschnittsabdichtungen – im Bestandsbau nur mit erheblichem Aufwand umsetzbar. Häufig ist es alternativ günstiger, eine technische Absaugung wie die Unterbodenabsaugung oder einen externen Radonbrunnen zu installieren und zu betreiben.
Radon-Überdruckmethode – Radonschutz ohne großen Abdichtaufwand
Eine weitere Sanierungsmöglichkeit ohne großen Abdichtaufwand ist unsere Radon-Überdruckmethode: ein sehr effektives, lüftungstechnisches Verfahren, bei dem durch das gezielte Zuführen von Außenluft ein minimaler Überdruck in den Innenräumen erzeugt wird. Dieser Überdruck wirkt wie ein unsichtbares Schutzschild – er kehrt das natürliche Druckgefälle um und drückt die radonhaltige Bodenluft aktiv aus den Eintrittspfaden (Risse, Fugen, Kabeldurchführungen) in das Erdreich zurück, anstatt sie ins Haus gelangen zu lassen.
Radon-Drainage bei umfassenden Kellersanierungen
Wenn in einem radonbelasteten Keller größere Sanierungsarbeiten geplant sind – etwa der Ersatz eines Naturkellerbodens durch eine neue Bodenplatte oder ein Estricheinbau – wenden wir unsere Radon-Drainage-Lösung an. Dabei sammelt sich die radonhaltige Bodenluft in den verlegten Luftdrainage-Leitungen und wird über eine Abluft- bzw. Steigleitung passiv (thermischer Auftrieb) oder aktiv (mittels Abluftventilator) ins Freie abgeleitet.
Wann Flächenabdichtung gegen Radon und Thoron besonders sinnvoll ist
Eine Flächenabdichtung gegen Radon und Thoron ist vor allem dort sinnvoll, wo das Baumaterial selbst zur Quelle wird: Besonders tückisch sind Radonbelastungen in Gebäuden mit Granit-Bruchsteinmauerwerk oder Granitquadern. Wenn zusätzlich zum konvektiven Radoneintritt aus solchen Gesteinen dauerhaft Radon und Thoron in die Raumluft abgegeben werden (Radonexhalation), reicht das Abdichten einzelner Fugen nicht aus. Hier bieten wir Wandhohlraum-Absaugungen mit Noppenbahnen oder das lückenlose Aufbringen unserer Radon-Stopp-Tapeten an.
Bewährte Radon-Sanierungsmethoden im Überblick
Je nach Gebäude und Radonwerten kombinieren wir die wirksamsten Verfahren. Besonders energieeffizient ist unser patentiertes Radonschutz-System mit Wärmerückgewinnung.
- Unterbodenabsaugung mit Unterdruck unter der Bodenplatte
- Abdichtung von Rissen, Fugen und Durchführungen
- Gezielte Lüftungssysteme zur Verdünnung der Raumluftkonzentration
- Leichter Überdruck im Gebäude zur Reduktion des Radoneintrags
- Hohlbodenabsaugung kombiniert mit Noppenbahn
- Radonbrunnen zur gezielten Absaugung radonhaltiger Bodenluft
Nach Abschluss der Radonsanierung erfolgt eine Erfolgsmessung als Nachweis für dauerhaft sichere Werte. Auf Wunsch beraten wir Sie auch zur kosteneffektiven Radonsanierung sowie zur Radon-Beratung und Gebäudediagnostik. Eine fundierte Radon- und Thoronmessung durch eine anerkannte Messstelle bildet dafür stets die Grundlage.
Jetzt Kontakt aufnehmenRadon in Eigenleistung abzudichten ist verständlich – reicht in der Praxis aber selten aus. Sichtbare Risse zu verschließen behebt nicht die oft zahlreichen, verborgenen Eintrittspfade, und falsch ausgeführte Abdichtungen können das Radon sogar in höhere Stockwerke umleiten. Erst eine belastbare Datenbasis aus Messung und Radon-Sniffing, eine fundierte Diagnostik und ein materialgerechtes Konzept führen zu einer dauerhaften Radon-Reduktion deutlich unter den WHO-Zielwert von 100 Bq/m³. Die Binker Materialschutz GmbH begleitet den gesamten Prozess von der ersten Einschätzung bis zur Erfolgsmessung.
Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Standort Nürnberg: Hauptsitz Lauf
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D – 91207 Lauf bei Nürnberg
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