„Wie ist die Radon-Situation in meinem Ort?“ und „Bin ich von Radon betroffen?“ sind 2 der häufigsten Fragen, die die Binker Materialschutz GmbH erreichen. Beide lassen sich schnell beantworten. Der 1. Schritt ist die kostenlose Radon-Auskunft nach Postleitzahl. Zeigen die Werte ein Risiko, folgen Radon messen und, falls nötig, die Radonsanierung.
Dieser Beitrag zeigt, wie Sie die Werte für Ihren Wohnort abrufen, was Radonpotenzial, Referenzwert und Radonvorsorgegebiet bedeuten und woran Sie erkennen, ob Ihr Gebäude betroffen sein kann.
Inhalt
So prüfen Sie die Radon-Situation an Ihrem Wohnort
Den Überblick für Ihre Adresse liefert die kostenlose Radon-Auskunft von Dr. Gerhard Binker. Sie tragen Postleitzahl oder Adresse ein, beantworten wenige Fragen zu Gebäude und Nutzung und erhalten die Auswertung per E-Mail:
- Radonpotenzial an Ihrem Standort nach den amtlichen Prognosekarten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS)
- Radon in der Bodenluft samt geologischer Einheit Ihres Untergrunds
- Angabe, ob Ihr Ort in einem Radonvorsorgegebiet liegt
- Durchschnittswert der Radonkonzentration in Wohnräumen Ihrer Gemeinde
- 2 Kartenausschnitte Ihrer Region, Ihre Adresse ist darauf markiert
- Einschätzung der Werte, abgestimmt auf Ihre Angaben
Warum der Wohnort über das Radon-Risiko entscheidet
Radon ist ein natürliches radioaktives Gas, das beim Zerfall von Uran im Untergrund entsteht. Es steigt durch den Boden auf und kann über Risse, Fugen und Leitungsdurchführungen in Gebäude eindringen. Wie viel Radon der Untergrund liefert, hängt von der Geologie ab: Gesteine wie Granit, Schiefer oder vulkanisches Gestein setzen deutlich mehr Radon frei als mächtige Sand- und Tonschichten.
Einen Überblick für ganz Deutschland gibt die Radon-Karte des BfS: Stärker betroffen sind vor allem die Mittelgebirge, darunter Erzgebirge, Fichtelgebirge, Bayerischer Wald, Schwarzwald, Harz und Eifel, während weite Teile Norddeutschlands niedrige Werte aufweisen.

Selbst zwischen Nachbargemeinden sind die Unterschiede groß: Eine aktuelle Messkampagne in NRW ergab hohe Radonkonzentrationen in einer Gemeinde in mehr als jedem 7. untersuchten Haus, in der Nachbarkommune nur in etwa jedem 20.

Die wichtigsten Radon-Werte zur Einordnung
- 5 bis 30 Bq/m³: natürliche Radonkonzentration in der Außenluft
- 65 Bq/m³: durchschnittliche Radonkonzentration in Wohnräumen in Deutschland
- 100 Bq/m³: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, in Innenräumen dauerhaft unter diesem Wert zu bleiben
- 300 Bq/m³: gesetzlicher Referenzwert nach dem Strahlenschutzgesetz für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze
Radon ist nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs: Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz gehen rund 6 Prozent aller Lungenkrebs-Todesfälle in Deutschland auf Radon in Wohnräumen zurück, etwa 2.800 pro Jahr. Das Risiko steigt mit der Höhe der Konzentration und der Dauer der Belastung. Es lässt sich senken, denn Radon kann gemessen und wirksam reduziert werden.
Der Referenzwert dient als Maßstab dafür, wann Schutzmaßnahmen angemessen sind. Das BfS stellt klar, dass Maßnahmen auch unterhalb von 300 Bq/m³ sinnvoll sind. Ziel aller Maßnahmen der Binker Materialschutz GmbH ist deshalb die dauerhafte Reduktion der Radonkonzentration unter den von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³.
Radonvorsorgegebiete: hier gelten besondere Pflichten
Die Bundesländer legen fest, welche Regionen als Radonvorsorgegebiete gelten: Gebiete, in denen in vielen Gebäuden erhöhte Radonkonzentrationen zu erwarten sind. Nach der Übersicht des BfS haben 6 Bundesländer solche Gebiete ausgewiesen: Baden-Württemberg, Bayern (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge), Niedersachsen (Landkreis Goslar), Sachsen, Sachsen-Anhalt (Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz) und Thüringen. Die Ausweisung wird von den Ländern überprüft und kann sich ändern; rechtlich verbindlich sind die amtlichen Bekanntmachungen der Bundesländer.
In Radonvorsorgegebieten besteht an Arbeitsplätzen im Keller- und Erdgeschoss eine gesetzliche Messpflicht, und Neubauten müssen zusätzliche Anforderungen an den Radonschutz erfüllen. Ob Ihr Wohnort dazugehört, steht in jeder Auskunft aus dem Radon-nach-PLZ-Check: Die Angabe wird für Ihre Adresse anhand der amtlichen BfS-Karten ermittelt.

Bin ich von Radon betroffen? Vom Wohnort zum Gebäude
Karten und Ortswerte beschreiben die Ausgangslage, nicht die tatsächliche Belastung in Ihrem Haus. Auch in Gebieten mit niedrigem Radonpotenzial können einzelne Gebäude erhöhte Werte aufweisen, etwa durch die Bauweise, Kellerräume oder besondere Untergrundverhältnisse. Umgekehrt bleiben in stärker betroffenen Orten viele Häuser mit dichter Bodenplatte unauffällig.
Ob Ihr Gebäude betroffen sein kann, hängt vor allem von 3 Faktoren ab: vom Baujahr (gerade Häuser aus der Zeit vor 1980 haben oft keine durchgehend dichte Bodenplatte), vom Kontakt der Wohnräume zum Erdreich und vom Zustand der Abdichtung. Messdaten aus NRW bestätigen das: Die Radonkonzentration in Wohnräumen stieg im Mittel mit dem Gebäudealter an, und unterkellerte Häuser zeigten höhere Werte als Gebäude ohne Keller.
Radon-Beratung anfragen
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Verlässliche Aussagen liefert erst eine Messung im Gebäude mit Radon-Dosimetern: Für eine erste belastbare Einschätzung reichen 2 bis 3 Monate, ideal sind 12 Monate für den Jahresmittelwert. Bei erhöhten Werten folgt die Messung mit Profigeräten vor Ort, ein Radon-Sniffing spürt die Eintrittspfade auf, und die anschließende Radonsanierung aus einer Hand senkt die Werte dauerhaft. Wenn Sie unsicher sind, welcher Schritt für Sie der richtige ist, hilft die Radon-Beratung durch Dr. Gerhard Binker.
Weitere Informationen:
- Radon im Haus? So finden Sie heraus, ob Ihr Gebäude betroffen ist
- Radon in der Eifel: Das zeigt die große Messkampagne im Hohen Venn
- Radon: unsichtbare Gefahr in Ihrem Zuhause
- Radon-Sniffing: Eintrittspfade aufspüren
- Radonsanierung aus einer Hand
Quellen: Bundesamt für Strahlenschutz, Regelungen zum Schutz vor Radon und Übersicht der Radon-Vorsorgegebiete; Zentrale Radonstelle NRW, Abschlussbericht „Innenraum-Messkampagne Hohes Venn: Ergebnisse der Radonmessungen 2024 – 2025“, veröffentlicht über das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW.
Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Standort Nürnberg: Hauptsitz Lauf
Binker Materialschutz GmbH
Westendstraße 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de

Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?
Radon ist unsichtbar und geruchlos, und die Fragen dazu sind bei jedem andere. Der eine weiß noch gar nicht, ob er betroffen ist. Der andere hat einen Messwert vor sich liegen und kann ihn nicht einordnen. Wieder andere haben schon abgedichtet oder gelüftet und stehen vor unveränderten Werten. Der Radon-Ratgeber führt Sie mit wenigen Fragen zu dem Schritt, der in Ihrer Lage sinnvoll ist.

