Man sieht es nicht, man riecht es nicht. Und doch ist Radon nach dem Rauchen die häufigste Ursache für Lungenkrebs: eine unsichtbare Gefahr in Ihrem Zuhause. Das radioaktive Gas dringt aus dem Untergrund in Gebäude ein und reichert sich in der Raumluft an, in der kalten Jahreszeit um ein Vielfaches stärker als im Sommer. Kurz durchlüften verschafft nur für Stunden Ruhe. Wer dauerhaft Sicherheit will, kommt an einer Messung und, bei zu hohen Werten, an einer Radonsanierung nicht vorbei.
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Warum Radon im Winter ansteigt
Im Winter wirkt jedes beheizte Gebäude wie ein Schornstein: Warme Luft steigt nach oben und erzeugt im unteren Bereich einen leichten Unterdruck. Über diesen Sog wird verstärkt radonhaltige Bodenluft aus dem Untergrund ins Haus gezogen: durch Risse im Fundament, undichte Rohrdurchführungen und Kabelschächte. Dieser Kamineffekt ist im Winter am stärksten, weil der Temperaturunterschied zwischen innen und außen am größten ist.
Zwei Dinge kommen hinzu: Bei Kälte wird deutlich seltener gelüftet, und moderne, gut gedämmte Gebäude sind stärker gegen die Außenluft abgeschottet. Beides sorgt dafür, dass sich das nachströmende Radon in den Räumen anreichert – die höchsten Werte treten dabei erwartungsgemäß in Kellern und Erdgeschossen mit Erdkontakt auf.
Wie stark die Werte in der kalten Jahreszeit steigen
Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz kann die Radonkonzentration in einem ungelüfteten Kellerraum im Winter je nach Gebäude um das Fünf- bis Zehnfache höher liegen als in einem gut gelüfteten Raum im Sommer. Das ist keine theoretische Größe: Radon-Zerfallsprodukte lagern sich in der Lunge ab und schädigen dort über Alpha-Strahlung das Gewebe.
Die Größenordnung macht das Thema so ernst: Laut dem Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrums München steigt das relative Lungenkrebsrisiko je 100 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) um rund 16 Prozent. In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 2.800 Menschen an radonbedingtem Lungenkrebs. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher einen Referenzwert von 100 Bq/m³; der deutsche gesetzliche Referenzwert für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze liegt mit 300 Bq/m³ deutlich höher. Nach Schätzung des Bundesamts für Strahlenschutz sind rund 10,5 Millionen Menschen in Deutschland Werten über 100 Bq/m³ ausgesetzt, etwa zwei Millionen sogar über 300 Bq/m³.
Warum Lüften allein nicht reicht
Regelmäßiges Stoßlüften senkt die Radonkonzentration kurzfristig. Das ist richtig und im Winter auch aus anderen Gründen sinnvoll. Nur: Nach dem Lüften steigt der Wert innerhalb weniger Stunden wieder auf das alte Niveau. Rund um die Uhr bei Minusgraden die Fenster offen zu halten, ist weder praktikabel noch energetisch vertretbar.
Lüften ist deshalb ein Notbehelf, keine dauerhafte Lösung. Wenn ein Gebäude konstruktiv Radon aus dem Boden zieht, bleibt das Problem bestehen, solange die Eintrittswege offen sind. Der verlässliche Weg führt über zwei Schritte: erst Klarheit durch eine Messung, bei erhöhten Werten dann eine bauliche Lösung, die das Radon dauerhaft draußen hält.
Der beste Zeitpunkt zum Messen ist jetzt
Für die gesundheitliche Bewertung zählt der Jahresmittelwert, weil die Konzentration über das Jahr schwankt – die Langzeitmessung über zwölf Monate ist daher der Maßstab. Wer jetzt mit der Messung beginnt, hat die Wintermonate, in denen die Werte am höchsten sind, sicher mit dabei. Radon-Experten des Bundesamts für Strahlenschutz bringen es auf den Punkt: Sind die Werte im Winter niedrig, kann man ziemlich sicher sein, dass sie es im Sommer auch sind.
Der einfachste Einstieg ist eine passive Messung: Ein Radon-Dosimeter können Sie direkt bei uns bestellen, selbst in der Wohnung aufstellen und nach der Messzeit zur Auswertung zurücksenden. Wer viel im Homeoffice arbeitet, sollte den Arbeitsraum unbedingt mitmessen. Für schnelle Momentaufnahmen und die spätere Ursachensuche setzen wir zusätzlich professionelle, kontinuierlich messende Geräte ein.
Wenn die Werte zu hoch sind: Ursachen finden statt raten
Eine Messung zeigt, ob und wie viel Radon vorhanden ist – aber nicht, woher es kommt. Genau hier setzt das Radon-Sniffing an: Damit spüren wir die konkreten Eintrittspfade auf, statt auf gut Glück abzudichten. Das ist die Grundlage für jede wirksame Maßnahme.
Kleinere Undichtigkeiten lassen sich teils selbst abdichten – wo das in Eigenleistung sinnvoll ist und wo die Grenzen liegen, haben wir gesondert beleuchtet. Bei dauerhaft erhöhten Werten reicht Abdichten allein aber meist nicht: Dann ist eine Unterbodenabsaugung das Mittel der Wahl, die das Radon gezielt unter der Bodenplatte absaugt und ins Freie führt, bevor es überhaupt in die Räume gelangt.
Radonschutz aus einer Hand – messen, aufspüren, sanieren
Der große Vorteil für Sie: Bei uns kommt alles aus einer Hand. Wir messen, ordnen die Werte ein, finden per Sniffing die Ursachen und setzen die Sanierung mit eigener Technik selbst um. Unser Anspruch geht dabei über die gesetzliche Vorgabe hinaus: Ziel jeder Sanierung ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³ – energieeffizient und langfristig wirksam.
Warum das Erfahrungssache ist, zeigt unser Profil:
- Staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen
- Dr. Gerhard Binker – fortgebildete Radon-Fachperson (LfU Bayern, SMUL Sachsen) und Radonsachverständiger
- Zwei rechtskräftig erteilte Patente zur Radonsanierung
- Deutschlandweit im Einsatz – von der Messung über die Ursachensuche bis zur Sanierung
Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Standort Nürnberg: Hauptsitz Lauf
Binker Materialschutz GmbH
Westendstraße 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de

Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?
Radon ist unsichtbar und geruchlos, und die Fragen dazu sind bei jedem andere. Der eine weiß noch gar nicht, ob er betroffen ist. Der andere hat einen Messwert vor sich liegen und kann ihn nicht einordnen. Wieder andere haben schon abgedichtet oder gelüftet und stehen vor unveränderten Werten. Der Radon-Ratgeber führt Sie mit wenigen Fragen zu dem Schritt, der in Ihrer Lage sinnvoll ist.

