Radon-Sanierung in Vaihingen an der Enz

In Vaihingen an der Enz ist Radon seit September 2025 Stadtgespräch: An der Schlossbergschule wurden nach einer 8-monatigen Messung erhöhte Werte festgestellt, Kellerräume wurden für den Unterricht gesperrt. Der Fall zeigt, was der Untergrund der Region kann, und er zeigt, wie man richtig reagiert: erst messen, dann gezielt handeln. Die Binker Materialschutz GmbH unter der Leitung von Dr. Gerhard Binker übernimmt in Vaihingen an der Enz den ganzen Weg von der Langzeitmessung über das Radon-Sniffing bis zur Sanierung mit Nachkontrolle.

Radon in Vaihingen an der Enz: die amtlichen Werte

Die Werte des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), abgefragt an der Stadtmitte:

  • Radonpotenzial: 22,6
  • Radon in der Bodenluft: max. 20.900 Bq/m³ (geologische Einheit: Keuper)
  • Radonvorsorgegebiet: nein
  • Radon in Wohnräumen: 68 Bq/m³ im Gemeindemittel

Das Gemeindemittel von 68 Bq/m³ liegt über dem Stuttgarter Wert von 46 und unter dem von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³. Es ist ein Durchschnitt über viele Gebäude: Was ein einzelnes Haus erreicht, entscheiden Untergrund, Bauweise und Keller, und der Fall der Schlossbergschule zeigt, wie weit das auseinanderliegen kann.

Radonkarte Vaihingen an der Enz und Umgebung

Die Karte zeigt das Radonpotenzial im 10-Kilometer-Raster des Bundesamts für Strahlenschutz, ein einzelnes Feld deckt rund 100 Quadratkilometer ab. Vaihingen an der Enz gehört zum Landkreis Ludwigsburg und liegt im Feld mit dem Wert 22,6. In den Feldern ringsum reichen die Werte von 15,7 bis 29,5.

Für die Einordnung einer Region ist das brauchbar, für ein einzelnes Gebäude nicht: Zwei Häuser in derselben Straße können unterschiedliche Werte haben, weil Bauweise und Keller darüber entscheiden, wie viel Bodenluft eintritt. Mit unserer kostenlosen Abfrage erhalten Sie die amtlichen BfS-Werte, abgefragt an Ihrer Adresse, dazu zwei Kartenausschnitte, einen zum Radonpotenzial und einen zum Radon in der Bodenluft, und die Einschätzung Ihrer Werte von Dr. Gerhard Binker:

Der Fall Schlossbergschule

Im September 2025 berichtete der SWR über erhöhte Radonwerte an der Schlossbergschule in Vaihingen an der Enz. Eine Messung über 8 Monate hatte die Belastung bestätigt, betroffene Kellerräume wurden für den Unterricht gesperrt. Als Ursache nannte der Bericht das uranhaltige Gestein des Schlossbergs, auf dem die Schule steht.

Der Fall zeigt zwei Dinge. Erstens: Erhöhte Radonwerte sind in Vaihingen an der Enz keine theoretische Möglichkeit, sondern gemessene Realität, mitten in der Stadt. Zweitens: Die Reihenfolge stimmt, erst die Langzeitmessung, dann die Entscheidung über Maßnahmen. Für Schulen, Kitas und Arbeitsplätze im Keller- und Erdgeschoss gilt der gesetzliche Referenzwert von 300 Bq/m³ bundesweit, und Arbeitgeber sind bei Überschreitung zum Handeln verpflichtet, auch außerhalb der Radonvorsorgegebiete.

Kein Radonvorsorgegebiet: was das für Vaihingen an der Enz bedeutet

Baden-Württemberg hat mit Wirkung zum 15. Juni 2021 insgesamt 29 Gemeinden als Radonvorsorgegebiete festgelegt, alle im südlichen und mittleren Schwarzwald. Vaihingen an der Enz gehört nicht dazu. Was daraus folgt:

  • Arbeitgeber trifft hier keine gesetzliche Messpflicht für Arbeitsplätze im Keller- und Erdgeschoss. Der gesetzliche Wert von 300 Bq/m³ an Arbeitsplätzen gilt aber bundesweit, wie der Fall der Schlossbergschule zeigt. Wird er überschritten, sind Maßnahmen fällig.
  • Bauherren müssen beim Neubau den Zutritt von Radon erschweren. Das Strahlenschutzgesetz sieht diese Pflicht als erfüllt an, wenn der übliche Feuchteschutz nach den anerkannten Regeln der Technik eingehalten ist. Wir empfehlen weitergehende Maßnahmen wie eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte: Feuchtigkeit ist eine Flüssigkeit, Radon ein Gas, und ein Gas ist deutlich beweglicher und findet auch Wege, die Wasser nicht nimmt. Bei der Planung unterstützt Sie unsere Radon-Beratung im Um- und Neubau.
  • Eigentümer und Mieter trifft keine Messpflicht. Das Gemeindemittel von 68 Bq/m³ und der Fall der Schlossbergschule sind aber gute Gründe, die eigenen Räume messen zu lassen.

Die Ausweisung als Radonvorsorgegebiet folgt einem festgelegten Verfahren über Messdaten und Flächenanteile im Gemeindegebiet. Sie ist eine Verwaltungsentscheidung und sagt nichts darüber, wie viel Radon in einem einzelnen Haus ankommt. Mehr zu den Werten und zur Geologie der Region: Radon in Stuttgart.

Radonsanierung in Vaihingen an der Enz: so gehen wir vor

Am Anfang steht die Frage, wie viel Radon tatsächlich in Ihren Räumen ankommt. Das klärt eine Langzeitmessung: Kleine passive Messgeräte, sogenannte Dosimeter, liegen dafür mehrere Monate in den genutzten Räumen und werden anschließend im Labor ausgewertet. Die Messung sollte die Wintermonate einschließen, denn in der Heizsaison sammelt sich am meisten Radon im Haus: Es wird seltener gelüftet, und die aufsteigende warme Heizungsluft erzeugt einen leichten Sog, der zusätzliches Radon aus dem Boden ins Gebäude zieht. Wir stellen Ihnen die passenden Dosimeter zur Verfügung und übernehmen die Auswertung.

Zeigt die Messung erhöhte Werte, spüren wir beim Radon-Sniffing die Eintrittspfade auf: Risse, Fugen, Rohrdurchführungen und Schächte. Erst danach steht fest, welche Maßnahme wirkt, denn die Eintrittswege unterscheiden sich von Haus zu Haus. Auf dieser Grundlage entsteht das Sanierungskonzept mit priorisierten Maßnahmen, transparenter Kostenübersicht und Zeitplan, im Bestand meist eine Radon-Unterbodenabsaugung, die die radonhaltige Bodenluft unter dem Gebäude absaugt, beim Neubau eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte. Nach der Inbetriebnahme messen wir nach, einmal mit laufender Anlage und einmal ohne: Der Vergleich zeigt unmittelbar, was die Maßnahme bewirkt. Radonmessung, Radon-Sniffing und Radonsanierung erhalten Sie bei uns alles aus einer Hand.

Ziel aller Maßnahmen ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den WHO-empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³ – energieeffizient und langfristig wirksam.

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und vom SMUL Sachsen fortgebildete Radon-Fachperson. Die Binker Materialschutz GmbH ist eine staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz, rund um Vaihingen an der Enz auch in Ludwigsburg, Stuttgart und Filderstadt.

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Häufige Fragen zu Radon in Vaihingen an der Enz

Wie hoch sind die Radonwerte in Vaihingen an der Enz?

Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für das Rasterfeld an der Stadtmitte ein Radonpotenzial von 22,6 aus, in der Bodenluft maximal 20.900 Bq/m³ (geologische Einheit Keuper). Der Mittelwert für Wohnräume liegt bei 68 Bq/m³ und damit über dem Stuttgarter Wert von 46. Einzelne Gebäude können deutlich abweichen, wie der Fall der Schlossbergschule zeigt.

Was ist an der Schlossbergschule passiert?

Im September 2025 berichtete der SWR über erhöhte Radonwerte an der Schlossbergschule in Vaihingen an der Enz: Nach einer Messung über 8 Monate wurden Kellerräume für den Unterricht gesperrt. Als Ursache nannte der Bericht das uranhaltige Gestein des Schlossbergs, auf dem die Schule steht.

Ist Vaihingen an der Enz ein Radonvorsorgegebiet?

Nein. Baden-Württemberg hat mit Wirkung zum 15. Juni 2021 insgesamt 29 Gemeinden als Radonvorsorgegebiete festgelegt, alle im südlichen und mittleren Schwarzwald. Der gesetzliche Referenzwert von 300 Bq/m³ für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze gilt trotzdem bundesweit, auch in Vaihingen an der Enz.

Wie erfahre ich die Radonwerte für mein Haus in Vaihingen an der Enz?

Die amtlichen BfS-Werte für Ihre Adresse erhalten Sie kostenlos über unsere Radon-Abfrage nach Postleitzahl, mit 2 Kartenausschnitten und einer Einschätzung von Dr. Gerhard Binker. Wie viel Radon tatsächlich in Ihren Räumen ankommt, klärt eine Langzeitmessung mit Dosimetern über mehrere Monate.

Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.

Standort Pforzheim:
Binker Materialschutz GmbH
über J. Thumulla
Beethovenstr. 22
D-75331 Pforzheim (Salmbach)

Telefon: +49 (0) 172 8103547
E-Mail: verwaltung@binker.de

Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?

Radon ist unsichtbar und geruchlos, und die Fragen dazu sind bei jedem andere. Der eine weiß noch gar nicht, ob er betroffen ist. Der andere hat einen Messwert vor sich liegen und kann ihn nicht einordnen. Wieder andere haben schon abgedichtet oder gelüftet und stehen vor unveränderten Werten. Der Radon-Ratgeber führt Sie mit wenigen Fragen zu dem Schritt, der in Ihrer Lage sinnvoll ist.

Zum Radon-Ratgeber
Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?

Radon-Potential nach PLZ bestimmen

Überprüfen Sie mit unserem kostenlosen Radon Risiko-Check, ob Ihr Wohnort/Standort in einer Region mit erhöhter Radon-Belastung liegt. Geben Sie Ihre Postleitzahl ein und erhalten Sie eine Einschätzung auf Grundlage der offiziellen Daten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS).

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