Radon-Sanierung Stuttgart

Stuttgart steht auf Keuper: im Talkessel Gipskeuper, auf den Höhenrücken Schilfsandstein. Für diese Felder weist das Bundesamt für Strahlenschutz in der Bodenluft 28.000 bis 46.200 Bq/m³ aus, und der dokumentierte Fall der Diplomatensiedlung am Killesberg zeigt, dass aus der Geologie reale Messwerte in Kellern werden können. Die Binker Materialschutz GmbH unter der Leitung von Dr. Gerhard Binker übernimmt in Stuttgart den ganzen Weg: Langzeitmessung, Radon-Sniffing, Sanierungskonzept, Umsetzung und Nachmessung.

Radon in Stuttgart: die amtlichen Werte

Die Werte des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), abgefragt an der Stuttgarter Stadtmitte:

  • Radonpotenzial: 28,3
  • Radon in der Bodenluft: max. 28.000 Bq/m³ (geologische Einheit: Keuper)
  • Radonvorsorgegebiet: nein
  • Radon in Wohnräumen: 46 Bq/m³ im Gemeindemittel (Wert für das gesamte Stadtgebiet Stuttgart)

Im Feld am Killesberg, das die nördlichen Höhenlagen abdeckt, erreicht die Bodenluft maximal 46.200 Bq/m³. Der Wohnraum-Mittelwert von 46 Bq/m³ bleibt unter dem von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³, er ist aber ein Durchschnitt über die ganze Stadt: Was in Ihrem Keller ankommt, entscheiden Untergrund, Bauweise und Zustand des Hauses. Den Überblick über alle Stuttgarter Werte gibt unser Beitrag Radon in Stuttgart.

Radonkarte Stuttgart und Umgebung

Die Karte zeigt das Radonpotenzial im 10-Kilometer-Raster des Bundesamts für Strahlenschutz, ein einzelnes Feld deckt rund 100 Quadratkilometer ab. Stuttgart liegt im Feld mit dem Wert 28,3, in den Feldern ringsum reichen die Werte von 16,2 bis 32,3.

Für die Einordnung einer Region ist das brauchbar, für ein einzelnes Gebäude nicht: Zwei Häuser in derselben Straße können unterschiedliche Werte haben, weil Bauweise und Keller darüber entscheiden, wie viel Bodenluft eintritt. Mit unserer kostenlosen Abfrage erhalten Sie die amtlichen BfS-Werte, abgefragt an Ihrer Adresse, dazu zwei Kartenausschnitte, einen zum Radonpotenzial und einen zum Radon in der Bodenluft, und die Einschätzung Ihrer Werte von Dr. Gerhard Binker:

Der Stuttgarter Baubestand: wo Radon eindringt

Typisch für Stuttgart sind Hanggrundstücke, bei denen der Keller auf der Bergseite direkt im anstehenden Gestein steht, Altbauten mit Sandstein- oder Bruchsteinfundamenten und Nachkriegshäuser mit dünner oder fehlender Bodenplatte. Radon steigt mit der Bodenluft auf und nutzt Risse, Fugen, Rohrdurchführungen und Schächte als Weg nach innen. Wie einzelne Haustypen reagieren, zeigen unsere Beiträge zum Kaffeemühlenhaus und zum Schilfsandstein als Baustein und Untergrund.

Dass es dabei nicht um Theorie geht, zeigt der Fall der Diplomatensiedlung: In Kellern am Killesberg wurden nach Messungen ab 2011 bis zu 2.300 Bq/m³ dokumentiert, berichtet hat darüber die Stuttgarter Zeitung im Dezember 2013. Die Einzelheiten stehen in Radon in Stuttgart-Killesberg.

Kein Radonvorsorgegebiet: was das für Stuttgart bedeutet

Baden-Württemberg hat mit Wirkung zum 15. Juni 2021 insgesamt 29 Gemeinden als Radonvorsorgegebiete festgelegt, alle im südlichen und mittleren Schwarzwald. Stuttgart gehört nicht dazu. Was daraus folgt:

  • Arbeitgeber in Stuttgart trifft keine gesetzliche Messpflicht für Arbeitsplätze im Keller- und Erdgeschoss. Der gesetzliche Wert von 300 Bq/m³ an Arbeitsplätzen gilt aber bundesweit. Wird er überschritten, sind Maßnahmen fällig, auch außerhalb eines Radonvorsorgegebiets.
  • Bauherren müssen beim Neubau den Zutritt von Radon erschweren. Das Strahlenschutzgesetz sieht diese Pflicht als erfüllt an, wenn der übliche Feuchteschutz nach den anerkannten Regeln der Technik eingehalten ist. Wir empfehlen weitergehende Maßnahmen wie eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte: Feuchtigkeit ist eine Flüssigkeit, Radon ein Gas, und ein Gas ist deutlich beweglicher und findet auch Wege, die Wasser nicht nimmt. Bei der Planung unterstützt Sie unsere Radon-Beratung im Um- und Neubau.
  • Eigentümer und Mieter trifft keine Messpflicht. Hanglage, Keuper im Untergrund und der dokumentierte Fall am Killesberg sind aber 3 gute Gründe, die eigenen Räume messen zu lassen.

Radonsanierung in Stuttgart: so gehen wir vor

Am Anfang steht die Frage, wie viel Radon tatsächlich in Ihren Räumen ankommt. Das klärt eine Langzeitmessung: Kleine passive Messgeräte, sogenannte Dosimeter, liegen dafür mehrere Monate in den genutzten Räumen und werden anschließend im Labor ausgewertet. Die Messung sollte die Wintermonate einschließen, denn in der Heizsaison sammelt sich am meisten Radon im Haus: Es wird seltener gelüftet, und die aufsteigende warme Heizungsluft erzeugt einen leichten Sog, der zusätzliches Radon aus dem Boden ins Gebäude zieht. Wir stellen Ihnen die passenden Dosimeter zur Verfügung und übernehmen die Auswertung.

Zeigt die Messung erhöhte Werte, spüren wir beim Radon-Sniffing die Eintrittspfade auf: Risse, Fugen, Rohrdurchführungen und Schächte. Erst danach steht fest, welche Maßnahme wirkt, denn die Eintrittswege unterscheiden sich von Haus zu Haus. Auf dieser Grundlage entsteht das Sanierungskonzept mit priorisierten Maßnahmen, transparenter Kostenübersicht und Zeitplan, im Bestand meist eine Radon-Unterbodenabsaugung, die die radonhaltige Bodenluft unter dem Gebäude absaugt, beim Neubau eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte. Nach der Inbetriebnahme messen wir nach, einmal mit laufender Anlage und einmal ohne: Der Vergleich zeigt unmittelbar, was die Maßnahme bewirkt. Radonmessung, Radon-Sniffing und Radonsanierung erhalten Sie bei uns alles aus einer Hand.

Ziel aller Maßnahmen ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den WHO-empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³ – energieeffizient und langfristig wirksam.

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und vom SMUL Sachsen fortgebildete Radon-Fachperson. Die Binker Materialschutz GmbH ist eine staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz, rund um Stuttgart auch in Ludwigsburg, Filderstadt und Vaihingen an der Enz.

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Häufige Fragen zur Radonsanierung in Stuttgart

Wie hoch ist die Radonbelastung in Stuttgart?

Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für die Stuttgarter Rasterfelder ein Radonpotenzial von 28,3 aus, in der Bodenluft 28.000 Bq/m³ an der Stadtmitte und 46.200 Bq/m³ im Feld am Killesberg. Der Mittelwert für Wohnräume liegt bei 46 Bq/m³, dokumentierte Einzelfälle liegen weit darüber.

Wann ist eine Radonsanierung nötig?

Der gesetzliche Referenzwert für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze liegt bundesweit bei 300 Bq/m³, die WHO empfiehlt deutlich weniger als 100 Bq/m³. Ob Ihr Haus betroffen ist, klärt eine Langzeitmessung mit Dosimetern über mehrere Monate, am besten in der Heizperiode.

Was kostet eine Radonsanierung in Stuttgart?

Das hängt von der gemessenen Radonkonzentration, der Bauweise und den gefundenen Eintrittspfaden ab. Nach Langzeitmessung und Radon-Sniffing erhalten Sie ein Sanierungskonzept mit priorisierten Maßnahmen, transparenter Kostenübersicht und Zeitplan, vor jeder Beauftragung.

Wie erfahre ich die Radonwerte für meine Adresse in Stuttgart?

Die amtlichen BfS-Werte für Ihre Adresse erhalten Sie kostenlos über unsere Radon-Abfrage nach Postleitzahl, mit 2 Kartenausschnitten und einer Einschätzung von Dr. Gerhard Binker. Wie viel Radon tatsächlich in Ihren Räumen ankommt, zeigt die Langzeitmessung.

Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.

Standort Pforzheim:
Binker Materialschutz GmbH
über J. Thumulla
Beethovenstr. 22
D-75331 Pforzheim (Salmbach)

Telefon: +49 (0) 172 8103547
E-Mail: verwaltung@binker.de

Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?

Radon ist unsichtbar und geruchlos, und die Fragen dazu sind bei jedem andere. Der eine weiß noch gar nicht, ob er betroffen ist. Der andere hat einen Messwert vor sich liegen und kann ihn nicht einordnen. Wieder andere haben schon abgedichtet oder gelüftet und stehen vor unveränderten Werten. Der Radon-Ratgeber führt Sie mit wenigen Fragen zu dem Schritt, der in Ihrer Lage sinnvoll ist.

Zum Radon-Ratgeber
Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?

Radon-Potential nach PLZ bestimmen

Überprüfen Sie mit unserem kostenlosen Radon Risiko-Check, ob Ihr Wohnort/Standort in einer Region mit erhöhter Radon-Belastung liegt. Geben Sie Ihre Postleitzahl ein und erhalten Sie eine Einschätzung auf Grundlage der offiziellen Daten des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS).

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