Der Schilfsandstein ist ein markantes Gestein des Mittleren Keupers und prägt in Süddeutschland, insbesondere in der Region Stuttgart, große Teile des geologischen Untergrunds. In Gebäuden, die direkt auf Keuper-Schichten stehen, kann Radon aus dem Boden in Innenräume gelangen und sich dort anreichern. Die Binker Materialschutz GmbH bietet den vollständigen Service aus einer Hand: professionelle Radon-Messungen mit kalibrierten Geräten, Radon-Sniffing zur präzisen Ortung der Eintrittspfade, individuelle Sanierungskonzepte und die fachgerechte Radonsanierung.
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und vom SMUL Sachsen fortgebildete Radon-Fachperson. Die Binker Materialschutz GmbH ist eine staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen. Ziel aller Maßnahmen ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den WHO-empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³ – energieeffizient, denkmalverträglich und langfristig wirksam.
Inhalt
Schilfsandstein – Aufbau, Vorkommen und Radon-Relevanz
Der Schilfsandstein – geologisch auch als Stuttgart-Formation bezeichnet – gehört zum Mittleren Keuper und wurde in der Trias-Zeit in einem weit verzweigten Fluss- und Deltasystem abgelagert. Seine Färbung reicht von grau-grün bis rötlich-braun, seine Struktur ist oft fein geschichtet. Charakteristisch sind Spuren pflanzlicher Reste, die dem Gestein seinen Namen gaben.
In der Region Stuttgart tritt der Schilfsandstein in Teilen des Stadtgebiets bis in den oberflächennahen Untergrund auf. Historisch wurde er als regionaler Baustein für Sakralbauten, öffentliche Gebäude und Stadthäuser verwendet und prägt bis heute das architektonische Bild vieler Altstädte in Baden-Württemberg. Aus bauphysikalischer Sicht ist der Schilfsandstein ein poröses Gestein mit offenen Wegsamkeiten, über die Bodenluft – und damit auch Radon – in Bauwerke gelangen kann.
In Keuper-Gebieten können geologische Bedingungen dazu führen, dass Radon in Gebäuden Werte erreicht, die den WHO-Zielwert von 100 Bq/m³ deutlich überschreiten. Besonders betroffen sind Keller, Souterrain-Räume und Erdgeschosse mit direktem Bodenkontakt. Radon ist farb- und geruchlos. Langfristige Einatmung erhöht das Lungenkrebsrisiko und gilt nach dem Rauchen als zweithäufigste Ursache. Regionaler Hintergrund: Radon in der Stuttgarter Bucht.
Radon messen – fundierte Datenbasis für Gebäude im Schilfsandstein-Bereich
Die Binker Materialschutz GmbH ist eine staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen. Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und vom SMUL Sachsen fortgebildete Radon-Fachperson.
Für Gebäude, die auf Schilfsandstein oder anderen Keuper-Schichten stehen, empfiehlt sich eine Langzeitmessung in allen nutzungsrelevanten Räumen mit Bodenkontakt. Bei Gewölbe- und Kreuzgewölbekellern, tiefen Altbau-Kellern sowie bei historischen Fundamenten aus Schilfsandstein ist besondere Sorgfalt bei der Platzierung der Messgeräte geboten, damit Luftzirkulation und Raumklima die Ergebnisse nicht verfälschen.
Es werden ausschließlich kalibrierte Profi-Messgeräte eingesetzt. Die Langzeitmessung erfolgt über mindestens zwei bis drei Monate, idealerweise während der Heizperiode von Oktober bis April. Nach Abschluss erhalten Sie einen detaillierten Messbericht mit Jahresmittelwerten, Monatsverläufen und fachlicher Ersteinschätzung.
Mehr zu den eingesetzten Messmethoden: https://radonsanierung-binker.de/radon-und-thoronmessung-mit-profi-messgeraeten/
Informationen zur Anerkennung durch das Bundesamt für Strahlenschutz: https://radonsanierung-binker.de/anerkannte-radon-messstellen-in-deutschland/
Radon-Sniffing – Eintrittspfade an Sandstein-Kontakten aufspüren
Bei erhöhten Messwerten folgt das Radon-Sniffing. Auf Schilfsandstein-Untergrund zeigen sich typische Eintrittspfade häufig an den Kontaktstellen zwischen Gestein und Bausubstanz: Mörtelfugen zwischen Sandstein-Quadern, Übergänge zwischen historischen Fundamenten und nachträglich ergänzten Betonteilen, Rohrdurchführungen in Kellerwänden, Risse im Bodenbelag sowie Anschlüsse älterer Drainagesysteme.
Die gezielte Ortung mit speziellen Messgeräten vermeidet unnötige bauliche Eingriffe und ist Voraussetzung für ein wirksames Sanierungskonzept. Das Radon-Sniffing ergänzt die Langzeitmessung und bildet die Basis jeder belastbaren Sanierungsplanung.
Radon-Beratung und Gebäudediagnostik – bauchemische Bewertung und Sanierungsplanung
Vor jeder Sanierungsmaßnahme erfolgt eine umfassende Radon-Beratung und Gebäudediagnostik. Bei Gebäuden mit Schilfsandstein-Bezug wird zusätzlich zur bauphysikalischen Analyse die Bewertung der Materialien einbezogen: Zustand des Fugenmörtels, Dichtigkeit der Bodenplatte bzw. des Gewölbes, bestehende Abdichtungen, Feuchtigkeitssituation und Luftwechselraten in den betroffenen Räumen.
Visuelle Inspektionen, Messungen vor Ort und die Bewertung aller relevanten baulichen Parameter ergeben ein klares Bild. Auf dieser Basis entsteht eine fundierte Empfehlung zur Priorisierung der Maßnahmen – insbesondere im Abgleich mit Anforderungen aus Denkmalschutz und Bauerhaltung. Weitere Informationen: https://radonsanierung-binker.de/radon-beratung-und-gebaeudediagnostik/ und https://radonsanierung-binker.de/radon-beratung/
Jetzt Kontakt aufnehmenIndividuelles Sanierungskonzept – materialgerecht und messbar wirksam
Das Sanierungskonzept für Gebäude im Schilfsandstein-Bereich ist stets materialgerecht angelegt. Eingriffe in die historische Bausubstanz werden möglichst minimal gehalten, technische Lösungen fügen sich in das bestehende Gefüge ein. Das Konzept lässt sich auf alle Gebäudearten anwenden – vom Einfamilienhaus über öffentliche Gebäude bis zu Sakralbauten mit Schilfsandstein-Anteilen.
Das Sanierungskonzept umfasst:
- priorisierte Maßnahmen
- technische Lösungsvorschläge
- Prognose der erreichbaren Radon-Reduktion
- transparente Kostenübersicht
- Zeitplan und Ablauf
Radonsanierung – bewährte Methoden im Schilfsandstein-Bereich
Bei Gebäuden mit Schilfsandstein-Untergrund haben sich zwei Methoden als besonders wirksam erwiesen: die Unterbodenabsaugung mit Unterdruck unter der Bodenplatte sowie die sorgfältige Abdichtung von Rissen, Fugen und Rohrdurchführungen. Beide Methoden werden häufig kombiniert, ergänzt durch gezielte Lüftungslösungen und – bei entsprechenden Randbedingungen – die Überdruckmethode.
Besonders energieeffizient ist das patentierte Radonschutz-System mit Wärmerückgewinnung: https://radonsanierung-binker.de/patentiertes-radonschutz-system-mit-warmeruckgewinnung/
Wichtige Sanierungsmethoden:
- Unterbodenabsaugung mit Unterdruck unter der Bodenplatte
- Abdichtung von Rissen, Fugen und Durchführungen
- Gezielte Lüftungssysteme zur Verdünnung der Raumluftkonzentration
- Leichter Überdruck im Gebäude zur Reduktion des Radoneintrags
- Hohlbodenabsaugung kombiniert mit Noppenbahn
- Radonbrunnen zur gezielten Absaugung radonhaltiger Bodenluft
Nach Abschluss der Radonsanierung erfolgt eine Erfolgsmessung als Nachweis für dauerhaft sichere Werte.
Referenzen und erfolgreiche Projekte
Zahlreiche realisierte Projekte zeigen, dass eine fachgerechte Radonsanierung auch in geologisch anspruchsvollen Lagen zuverlässig funktioniert. Eine Auswahl besonders aussagekräftiger Referenzen mit Bezug zu Keuper- und Sandstein-geprägten Baugründen:
- Radonsauger & Wasserabscheider: Radonsanierung im Gewölbekeller mit Reduktion von über 4000 Bq/m³ auf unter 50 Bq/m³
- Radon-Sanierung Archivräume Ilmenau mit moderner Unterbodenabsaugung in einem Radonvorsorgegebiet
- Radon-Sanierung Staatliches Verwaltungsgebäude Ansbach mit modernen Absaugtechniken
- Radon-Sanierung Souterrain eines Wohngebäudes im Landkreis Kusel mit Unterbodenabsaugung mit Radonturbine und Wasserabscheider
- Radon-Eintrittspfadsuche in einem Wohnhaus in Garmisch-Partenkirchen mit Radon-Sniffing
- Radon-Eintrittspfadsuche in einem Wohnhaus in Gladenbach mit Radon-Sniffing
- Radon-Erkundung im Neubau in Furth im LKR Freyung-Grafenau mit Sniffing-Werten über 1600 Bq/m³
- Radonsanierung eines Wohnhauses in Velbert mit technischen Maßnahmen
- Radon-Sanierung eines Wohnhauses in Göpfersgrün mit energieeffizienten Lösungen
- Radon-Messungen in Traunstein (Oberbayern) mit Canadian Radonsniffer und Ringdrainagen-Absaugung
Detaillierte Referenzen und Projektbeispiele finden Sie hier: https://radonsanierung-binker.de/radon-referenzen/
Jetzt Kontakt aufnehmenDer Schilfsandstein ist geologisch faszinierend und architektonisch prägend, kann aber in Verbindung mit Gebäuden ein Radon-Risiko darstellen. Mit einer belastbaren Datenbasis aus Messung und Sniffing, einer fundierten Diagnostik, einem materialgerechten Konzept und der anschließenden Radonsanierung lassen sich Radonwerte auch in anspruchsvollen Lagen dauerhaft unter den WHO-Zielwert von 100 Bq/m³ senken. Die Binker Materialschutz GmbH begleitet den gesamten Prozess von der ersten Einschätzung bis zur Erfolgsmessung.
Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Standort Pforzheim:
Binker Materialschutz GmbH
über J. Thumulla
Beethovenstr. 22
D-75331 Pforzheim (Salmbach)
Telefon: +49 (0) 172 8103547
E-Mail: info@binker.de
