In einer Doppelhaushälfte in Leverkusen lag die Radonkonzentration im Wohnbereich über 500 Bq/m³, nach der Radonsanierung unter 100 Bq/m³. Das Besondere an diesem Fall: Leverkusen hat mit einem Radonpotenzial von 4,8 und einem Gemeindemittel von 43 Bq/m³ die niedrigsten amtlichen Werte der ganzen Umgebung. Neben Radon wurde hier auch Thoron gemessen.
Inhalt
Die Eckdaten der Radonsanierung in Leverkusen
- Objekt: Wohnhaus mit Wohnkeller, Doppelhaushälfte in Leverkusen (Nordrhein-Westfalen)
- Radonkonzentration im Wohnbereich vor der Sanierung: über 500 Bq/m³
- Radonkonzentration im Wohnbereich nach der Sanierung: unter 100 Bq/m³
- Leverkusen ist kein Radonvorsorgegebiet
- Technik: Radon-Sniffing, Aufspüren von Radon-Eintrittspfaden und nachträgliches Abdichten von Radon-Haupteintrittspfaden

Thoron-Messung im Kellergeschoss
Im Kellergeschoß der Doppelhaushälfte wurde zunächst eine Thoron-Messung ausgeführt. Eine Thoron-Messung bestimmt die Konzentration des radioaktiven Gases Thoron (Radon-220) in der Raum- oder Bodenluft. Sie gibt Aufschluss darüber, ob Thoron, das aus der Thorium-Zerfallsreihe stammt und besonders durch bestimmte Baumaterialien wie Lehm oder direkt aus dem Gebäudeuntergrund freigesetzt werden kann, in baulich genutzten Räumen in gesundheitlich bedenklichen Mengen auftritt und das Lungenkrebsrisiko durch seine ebenfalls radioaktiven Zerfallsprodukte erhöht.
„…Thoron tritt vor allem dort auf, wo Thorium-haltige Materialien (wie Lehmputz, Lehmsteine oder historische Baustoffe) im Innenausbau verwendet wurden oder Bodenluft direkt eindringt…”
Bundesamt für Strahlenschutz
Eine Bewertung der Relevanz der Messergebnisse erfolgt im Zusammenhang mit den zeitgleich gemessenen Radon-222-Konzentrationen und Messungen mit einem Geigerzähler. Besonders günstig hat sich hier der Radon-Thoron-Diskriminator von SARAD, der RTM 1688-2, erwiesen.


Eine Thoron-Konzentration von 238 Bq/m³ gilt messtechnisch als auffällig (plus/minus 73 Prozent Unsicherheitswert, da im konkreten Zeitintervall nur sehr wenige Zerfälle registriert wurden). Für Thoron (Radon-220) existiert aber bisher kein gesetzlicher Referenzwert des Bundesamtes für Strahlenschutz, da es seltener zu hohen Raumluftbelastungen führt als Radon-222. Baubiologische Richtwerte stufen Thoron-Konzentrationen ab 30 Bq/m³ in Innenräumen als schwach auffällig ein und ab 200 bis 300 Bq/m³ gelten sie als extrem auffällig. Die gegenständlich gemessenen Thoron-Konzentrationen wurden jedoch direkt am Heizleitungsauslass im Sniffing-Modus gemessen und nicht in einem Abstand zur Austrittsstelle. Risikobewertung für Thoron: Relevanz nur bei dauerhafter Inhalation in Wandnähe (Quelle: BfS).
Das RadonEye misst sowohl Radon als auch Thoron, falls letzteres in der Raumluft anwesend ist. Hier in der gegenständlichen Doppelhaushälfte im 1. Obergeschoß sogar noch einen Gesamtwert von 85 Bq/m³, was auffällig hoch ist. Messort: wandnah im Sockelleistenbereich, ein Teil des Thorons im Mauerwerk könnte hier exhalieren.

Thoron: warum viele Messgeräte es unbemerkt mitmessen
Viele Radon-Messgeräte messen Thoron unbemerkt mit
Das RadonEye (RD200, RnEye) beispielsweise ist auch sensitiv gegenüber Thoron und misst es ungewollt als Radon mit, da es strukturell nicht zwischen den beiden Isotopen unterscheiden kann. Da das Gerät zur Messung von normalem Radon-222 konzipiert ist, führt das Vorhandensein von Thoron (Radon-220) zu einer Verfälschung des angezeigten Radonwerts. Das RadonEye nutzt eine gepulste Ionisationskammer. Diese registriert die Alpha-Zerfälle, kann aber im Standardmodus nicht nachweisen, ob die Alpha-Strahlung von Radon oder Thoron stammt.
Thoron ist der historische Name für das radioaktive Isotop Radon-220. Es entsteht auf natürlichem Weg beim Zerfall von Thorium. Anders als das bekanntere Radon-222 aus der Uran-Zerfallsreihe mit 3,8 Tagen Halbwertszeit hat Thoron eine sehr kurze Halbwertszeit von nur rund 55 Sekunden.

Thoron hinterlässt das langlebigere Folgeprodukt Blei-212 mit einer Halbwertszeit von etwa 10,6 Stunden. Da es sich in der Messkammer ablagert, zeigt das RnEye selbst in gering kontaminierter Luft tagelang fälschlicherweise noch erhöhte Werte an. Es dauert etwa 4 Tage, bis dieser Memoryeffekt abgeklungen ist. In den meisten modernen Gebäuden ist die Thoron-Konzentration eher vernachlässigbar gering. Relevante Mengen treten meist nur in der Nähe von Lehmwänden mit ungebranntem Lehm, historischem Baumaterial oder direkt an Natursteinwänden auf, besonders an Granitwänden.
Wenn Sie in einer normalen Beton-, Ziegel- oder Holzumgebung messen, können Sie den Werten des RadonEyes vertrauen. Falls Sie jedoch gezielt Thoron separat messen oder ausschließen müssen, ist das RadonEye ungeeignet. Dafür benötigen Sie entweder professionelle, spektroskopische Alpha-Monitore wie den SARAD RTM 1688-2 (siehe Radon- und Thoronmessung mit Profi-Messgeräten) oder spezielle passive Kernspur-Dosimeter wie das RADUET, die getrennte Kammern für Radon und Thoron besitzen.
Thoron aus baubiologischer Sicht
Bei Baumaterialien, die großflächig und raumseitig diffusionsoffen ohne Beschichtungen vorliegen, können neben dem üblichen Radon (Rn-222) auch Thoron-Konzentrationen (Rn-220) in der Innenraumluft von Aufenthaltsräumen auftreten. Thoron ist durch seine intensiven Alpha-Zerfälle in der nachfolgenden Zerfallsreihe mit Bildung von radioaktiven Zerfallsnukliden ebenfalls besonders kritisch zu betrachten. Thoron kann insbesondere bei radioaktiv auffälligem Granit in die Innenraumluft gelangen, etwa als Fußbodenbelag, Küchenarbeitsplatte oder Wandverkleidung. Aber auch stark thoriumhaltige Baustoffe wie Schlacken und Lehmputze aus ungebranntem Lehm können radioaktives Thoron zu einem zusätzlichen gesundheitlichen Problem für Innenräume werden lassen.
Was ist Alphaspektroskopie?
Die Alpha-Spektroskopie bei der Thoron-Messung ist eine hochentwickelte Messmethode, um das radioaktive Gas Thoron (Radon-220) und seine Zerfallsprodukte anhand der spezifischen Energie ihrer Alphastrahlung präzise zu identifizieren und von Radon-222 zu trennen. Einfache Messgeräte erkennen nur die Summe aller Alphateilchen und verwechseln Thoron-Signale mit Radon-Signalen, was zu falschen, zu hohen Radon-Messwerten führt. Jedes alpharadioaktive Isotop sendet Alphateilchen mit einer ganz bestimmten kinetischen Energie aus. Ein Halbleiterdetektor misst die Energie der Teilchen. So trennt das Gerät die Zerfälle von Thoron und Radon exakt voneinander.
- Aus der Radon-Zerfallsreihe (Rn-222): Po-218 mit 6,002 MeV und Po-214 mit 7,687 MeV
- Aus der Thoron-Zerfallsreihe (Rn-220): Po-216 mit 6,778 MeV, Po-212 mit 8,785 MeV und Bi-212 mit 6,050 bzw. 6,080 MeV
Radon und Thoron haben unterschiedliche Halbwertszeiten, unterschiedliche Alphaenergien sowie unterschiedliche Konzentrationen und Gleichgewichtskonzentrationen der Folgeprodukte. Eine Thoron-Gas-Messung in einem Raum ist aufgrund des Konzentrationsgradienten zur Wand nicht besonders aussagekräftig, die 55 Sekunden Halbwertszeit sind sehr kurz. Eine Messung der Thoron-Folgeproduktkonzentration wäre aussagekräftiger, ist aber komplizierter und aufwändiger. Thoron bei einer Radon-Messung zurückzuhalten ist wegen der unterschiedlichen Halbwertszeiten einfach, aber Radon bei einer Thoron-Messung zu unterdrücken ist erheblich schwieriger.
Der SARAD EQF 3220 ist ein portabler Messmonitor, der gleichzeitig die Aktivitätskonzentrationen von Radon (Rn-222) und Thoron (Rn-220) in der Luft sowie deren kurzlebige Zerfallsprodukte misst. Das Anlagerungsverhalten der Folgeprodukte von Radon und Thoron an Aerosolen ist unterschiedlich und damit auch die Lungengängigkeit, die letztendlich für die Dosis und damit für die Relevanz ausschlaggebend ist.

Radon-Sniffing mit dem Canadian Radon Sniffer
Im gegenständlichen Gebäude wurden auch Radon-222-Sniffing-Messungen ausgeführt. Hierzu wurde der Canadian Radonsniffer bzw. Alphasniffer verwendet, den Dr. Gerhard Binker seit 2012 mit 5 Geräten als erster in Europa zum Radon-Sniffing einsetzte. Mittlerweile verfügt die Binker Materialschutz GmbH über 6 dieser Sniffer.

Mit dem Sniffing sollten die Haupteintrittspfade des Radons festgestellt werden und hieraus lassen sich dann die Sanierungsmaßnahmen ableiten, wie Abdichtungen oder weitere technische Sanierungsmethoden.


Was ist Radon-Sniffing?
Radon-Sniffing ist eine spezielle Messmethode, mit der die Binker Materialschutz GmbH die konkreten Eintrittsstellen des radioaktiven Gases Radon in ein Gebäude aufspürt. Dabei wird mit einem radonsensiblen Messgerät gezielt nach Lecks, Rissen oder Fugen im Fundament, an Mediendurchführungen oder an Wandanschlüssen gesucht, durch die das mobile Radon-Gas aus dem Boden einströmt.
- Quellensuche: Das Gerät misst die Radonkonzentration direkt an verdächtigen Einströmstellen im Raum oder Keller in Echtzeit.
- Gezielte Sanierung: Durch das Erschnüffeln der exakten Austrittspunkte sieht man genau, welche Eintrittsbereiche abgedichtet werden müssen.
- Kosteneffizienz: Teure und großflächige Sanierungen im gesamten Haus können unter Umständen entfallen, da nur die tatsächlichen konvektiven Gebäude-Schwachstellen bearbeitet werden. Warum das Abdichten in Eigenleistung trotzdem selten gelingt, steht in unserem Beitrag Abdichten gegen Radon in Eigenleistung.
- Einsatzbereiche: Die Methode wird in Bestandsbauten, Neubauten sowie in öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Kitas regelmäßig von der Binker Materialschutz GmbH genutzt.
Radioaktivitätsmessung mit dem Geigerzähler
In Ergänzung zu den vorgenannten Messungen wurden auch Radioaktivitätsmessungen mit einem Geigerzähler-Messgerät vorgenommen, einem ODL-Messgerät, um die Strahlung aus den Baustoffen abschätzen zu können.


Im vorliegenden Radon-Anamnese-Fall in Leverkusen wurde an der Kommuntrennwand aus weiß gestrichenem Kalksandstein im Keller ein ODL-Wert von 0,09 µSv/h gemessen, über alle Strahlungsarten. Das liegt im Normalbereich für dieses Baumaterial.
Ortsdosisleistung, Sievert und die Werte verschiedener Gesteine
Was ist ein ODL-Messgerät?
Die Grundlage für die ODL-Sonde bildet das Geiger-Müller-Zählrohr. Im Zählrohr befinden sich ein Zählgas, meist ein Edelgas, sowie ein hauchdünner Draht mit weniger als 0,1 Millimeter Durchmesser. Auf diesem Draht liegt eine Hochspannung von 300 bis 1.000 Volt an, sodass zwischen Draht und Außenhülle ein starkes elektrisches Feld entsteht. Die ankommende Gammastrahlung, aber auch Beta- und Alphastrahlung, erzeugt im Zählgas elektrisch geladene Ionen. Diese werden im elektrischen Feld stark beschleunigt und lösen durch weitere Stoßionisation eine Lawine von Ladungsträgern aus. Erreichen die Elektronen die Anode, wird ein kurzer Stromimpuls erzeugt, der über Verstärker in ein elektrisches Signal umgewandelt und als Messwert angezeigt wird.
An Granit misst man typischerweise eine Ortsdosisleistung von 0,15 bis 0,60 Mikrosievert pro Stunde. In Ausnahmefällen oder bei sehr uranreichen Granitsorten wie dem Flossenbürger Granit oder dem Roten Hauptgranit können die Werte direkt auf der Gesteinsoberfläche auch bis zu 1,0 µSv/h oder leicht darüber betragen.
| Baumaterial oder Gestein | Ortsdosisleistung in µSv/h |
|---|---|
| Kalksandstein | 0,06 bis 0,14 |
| Ziegelstein und Klinker | 0,01 bis 0,2 |
| Kies | 0,08 bis 0,10 |
| Beton | 0,06 bis 0,12 |
| Quarz | 0,05 bis 0,15 |
| Schiefer | 0,08 bis 0,18 |
| Haldenschiefer (Ronneburg bei Gera) | 0,2 bis über 0,38 |
| Ölschiefer (Dotternhausen, Baden-Württemberg) | 0,10 bis 0,22 |
| Gneis | 0,08 bis 0,20 |
| Granit | 0,08 bis 0,5 |
| Flossenbürger Granit | 0,20 bis 0,50 |
| Vanga-Granit (Roter Granit, Südschweden) | 0,15 bis 0,35 |
| Abraumhalden (Uranbergbau, Vogtland) | 1,0 bis über 5,0 |
| Ötztaler Gneise (Österreich) | 0,07 bis 0,20 |
| Glimmerschiefer (Ötztal) | 0,08 bis 0,20 |
| Fichtelgebirgs-Granit | 0,10 bis 0,25 |
| Südschwarzwald-Gesteine | 0,08 bis 0,20 |
| Unsanierte Abraumhalden Menzenschwand | über 0,5 |
| Vulkangesteine, Eifel | 0,08 bis 0,18 |
| Tuff- oder Basaltstrukturen, Vulkaneifel | über 0,45 |
| Grauwacke (Harz) | 0,08 bis 0,18 |
| Brockengranit | 0,15 bis 0,30 |
| Freital, Abraumhalden | 0,5 bis 5,0 |
| Moränenuntergrund, Plön | 0,06 bis 0,10 |
| Granit und kleinräumige Mineralzonen, Bayerischer Wald | 0,34 bis 0,40 |
| Weserbergland (Buntsandstein und Muschelkalk) | 0,05 bis 0,12 |
| Schilfsandstein und Felsaufschlüsse (Stuttgart) | 0,15 bis über 0,5 |
| Quarzit, Tonschiefer und Phyllit (Taunus) | 0,06 bis 0,13 |
| Rotliegend-Sedimente, Bad Kreuznach-Formation | 0,05 bis 0,15 |
| Kupferschlackensteine, Mansfelder Land | 0,4 bis 0,7 |
| Hochofenschlacke | 0,05 bis 0,2 |
Was ist die Messeinheit Sievert?
Das Sievert gibt an, wie stark die biologische Wirkung von Strahlung auf den menschlichen Körper ist und wie groß das gesundheitliche Risiko dabei sein wird. 1 Sievert ist eine sehr große Menge an Strahlung. Im Alltag nutzt man deshalb meist Tausendstel, das Millisievert, oder Millionstel, das Mikrosievert. Ein Mensch in Deutschland bekommt durch natürliche Strahlung aus dem Boden und dem Weltall pro Jahr etwa 2,1 Millisievert ab. Eine normale Röntgenuntersuchung liegt oft im Bereich von 0,1 bis zu einigen Millisievert. Gefährliche Dosen sind Werte ab 1.000 Millisievert auf einmal einwirkend, sie können zu Übelkeit und akuten Strahlenschäden führen.
Das in der Physik oft verwendete Gray misst die physikalisch aufgenommene Energiemenge der Strahlung, während das Sievert die tatsächliche biologische Schadwirkung im Körper bestimmt. Beide Einheiten hängen über einen Gewichtungsfaktor zusammen, der die Strahlenart berücksichtigt: Für Röntgen-, Gamma- und Betastrahlung gilt Faktor 1, dort entspricht 1 Gray genau 1 Sievert. Für Alphastrahlung gilt Faktor 20, dort entspricht 1 Gray 20 Sievert. Alphateilchen sind schwer und richten auf kurzem Weg extrem schwere, konzentrierte Zellschäden an.
Radon in Leverkusen: die amtlichen Werte und unsere Messung
Leverkusen liegt in Nordrhein-Westfalen. Die Abfrage der amtlichen Daten des Bundesamtes für Strahlenschutz am Objektstandort ergibt:
- Radonpotenzial: 4,8. Die Nachbarfelder liegen zwischen 9,0 und 22,6, das Feld um Leverkusen ist damit das niedrigste der Umgebung.
- Radon in der Bodenluft: bis 34.200 Bq/m³
- Leverkusen ist kein Radonvorsorgegebiet
- Gemeindemittel in Wohnräumen: 43 Bq/m³
Hinweis zum Gemeindemittel: Das ist ein statistischer Durchschnitt über viele Gebäude. In einzelnen Gebäuden messen wir in der Praxis regelmäßig deutlich höhere Werte.
Dieses Gebäude belegt das besonders deutlich: Im Wohnbereich wurden vor der Sanierung über 500 Bq/m³ gemessen, das ist mehr als das 11-Fache des Gemeindemittels von 43 Bq/m³. Ein niedriges Radonpotenzial sagt nichts darüber aus, wie dicht ein einzelnes Gebäude zum Untergrund ist.


Radon nach Postleitzahl
Die amtlichen Radonwerte für Ihre eigene Adresse erhalten Sie kostenlos, dazu 2 Kartenausschnitte und die Einschätzung von Dr. Gerhard Binker:
Die Sanierung im Abdichtverfahren
Aus den vorangegangenen Messungen wurden nunmehr Radonsanierungen im Abdichtverfahren ausgeführt, da die Radonbelastung überschaubar war. Hierbei wurden Silikonfugen nachgedichtet und Leitungseinführungen nachgedichtet und mit Ringraumdichtungen aufgerüstet, zum Beispiel mit Hauff-Technik oder Doyma-Technik.


Auch wenn es kaum zu sehen ist: Solche Silikonfugenschäden lassen Radon und Thoron konvektiv in die Doppelhaushälfte einströmen.


Beispiele für Ringraumdichtungen




Das Ergebnis der Radonsanierung
Vor der Sanierung lag die Radonkonzentration im Wohnbereich über 500 Bq/m³, nach der Sanierung unter 100 Bq/m³. Damit liegt der Wert nicht nur unter dem gesetzlichen Referenzwert von 300 Bq/m³, sondern auch unter dem Richtwert der Weltgesundheitsorganisation von 100 Bq/m³, den die Binker Materialschutz GmbH bei allen Maßnahmen anstrebt.
Der Fall zeigt zweierlei: Ein niedriges Radonpotenzial schützt nicht vor erhöhten Werten im einzelnen Gebäude, und in einer Doppelhaushälfte kann Radon über die Kommuntrennwand ebenso eintreten wie über den Boden. Radonmessung, Radon-Sniffing und Radonsanierung erhalten Sie bei uns alles aus einer Hand. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz, unter anderem in München, Nürnberg, Stuttgart, Dresden, Köln, Pforzheim und vielen weiteren Städten.
Radon-Sniffing anfragen
Bitte tragen Sie Ihren echten Vor- und Nachnamen ein. Wir beantworten nur vollständig ausgefüllte, ernst gemeinte Anfragen.
Radonschutz durch Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de

Bildnachweis
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