Radonsanierung Goslar

Goslar ist eines von nur 3 Radonvorsorgegebieten in Niedersachsen. Auffällig ist dabei, wie weit die amtlichen Werte innerhalb des Stadtgebiets auseinanderliegen: Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für die Kernstadt ein Radonpotenzial von 10,7 aus, für den Bereich um den Ortsteil Hahnenklee-Bockswiese dagegen 41,2. Dieser Beitrag zeigt, was hinter dieser Spannweite steckt, was das Radonvorsorgegebiet für Eigentümer, Arbeitgeber und Bauherren bedeutet und wie eine Radonsanierung in Goslar abläuft.

Radon in Goslar: die amtlichen Werte

Die Werte des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) für Goslar, abgefragt an der Ortsmitte:

  • Radonpotenzial: 10,7
  • Radon in der Bodenluft: max. 128.300 Bq/m³ (geologische Einheit: Devon)
  • Radonvorsorgegebiet: ja, seit Dezember 2020
  • Radon in Wohnräumen: 59 Bq/m³ im Gemeindemittel

Das Gemeindemittel liegt damit unter dem von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³. Für das einzelne Haus sagt dieser Durchschnitt in Goslar allerdings besonders wenig aus, denn er mittelt über ein Stadtgebiet, das vom Harzvorland bis auf die Höhen des Oberharzes reicht.

Radonkarte Goslar und Umgebung

Die Karte zeigt das Radonpotenzial im 10-Kilometer-Raster des Bundesamts für Strahlenschutz, ein einzelnes Feld deckt rund 100 Quadratkilometer ab. Goslar gehört zum Landkreis Goslar und liegt im Feld mit dem Wert 10,7. In den Feldern ringsum reichen die Werte von 2,1 bis 41,2.

Für die Einordnung einer Region ist das brauchbar, für ein einzelnes Gebäude nicht: Zwei Häuser in derselben Straße können unterschiedliche Werte haben, weil Bauweise und Keller darüber entscheiden, wie viel Bodenluft eintritt. Mit unserer kostenlosen Abfrage erhalten Sie die amtlichen BfS-Werte, abgefragt an Ihrer Adresse, dazu zwei Kartenausschnitte, einen zum Radonpotenzial und einen zum Radon in der Bodenluft, und die Einschätzung Ihrer Werte von Dr. Gerhard Binker:

Warum Goslar Radonvorsorgegebiet ist

Am 23. Dezember 2020 hat Niedersachsen Goslar gemeinsam mit Braunlage und Clausthal-Zellerfeld zum Radonvorsorgegebiet erklärt. Ausgewiesen wird immer das Gemeindegebiet als Ganzes, nicht ein einzelner Messpunkt. Genau das erklärt den auf den ersten Blick niedrigen Wert an der Ortsmitte: Zum Stadtgebiet gehören auch die Höhenlagen des Oberharzes, und dort ist das Radonpotenzial um ein Vielfaches höher. Was die Ausweisung im Einzelnen bedeutet, haben wir im Beitrag zur Ausweisung der Radonvorsorgegebiete zusammengefasst. Die wichtigsten Folgen:

  • Arbeitgeber in Goslar sind gesetzlich verpflichtet, die Radonkonzentration an Arbeitsplätzen im Keller- und Erdgeschoss zu messen. Überschreitet das Ergebnis den gesetzlichen Wert von 300 Bq/m³, müssen Maßnahmen zur Senkung folgen.
  • Bauherren müssen bei Neubauten zusätzliche bauliche Anforderungen zum Schutz vor Radon erfüllen. Dazu gehört, erdberührte Bauteile wie Bodenplatte und Kellerwände gegen aufsteigende Bodenluft abzudichten. Bei der Planung unterstützt Sie unsere Radon-Beratung im Um- und Neubau.
  • Eigentümern und Mietern wird empfohlen, die Radonkonzentration in ihren Wohn- und Aufenthaltsräumen messen zu lassen. Eine Pflicht besteht für Privathaushalte nicht.

In der Goslarer Altstadt kommt ein baulicher Punkt hinzu. Viele Häuser stammen aus der Zeit des Bergbaus am Rammelsberg und stehen auf Natursteinkellern mit direktem Kontakt zum Untergrund. Solche Keller haben in der Regel mehr Eintrittswege für Bodenluft als moderne Bauten. Mehr zur Geologie und zu den Werten der ganzen Region: Radon im Harz.

Radonsanierung in Goslar: so gehen wir vor

Am Anfang steht die Frage, wie viel Radon tatsächlich in Ihren Räumen ankommt. Das klärt eine Langzeitmessung: Kleine passive Messgeräte, sogenannte Dosimeter, liegen dafür mehrere Monate in den genutzten Räumen und werden anschließend im Labor ausgewertet. Die Messung sollte die Wintermonate einschließen, denn in der Heizsaison sammelt sich am meisten Radon im Haus: Es wird seltener gelüftet, und die aufsteigende warme Heizungsluft erzeugt einen leichten Sog, der zusätzliches Radon aus dem Boden ins Gebäude zieht. Wir stellen Ihnen die passenden Dosimeter zur Verfügung und übernehmen die Auswertung.

Zeigt die Messung erhöhte Werte, spüren wir beim Radon-Sniffing die Eintrittspfade auf: Risse, Fugen, Rohrdurchführungen und Schächte. Bei den historischen Kellern der Altstadt lohnt diese gezielte Suche besonders, weil sich die Eintrittswege von Haus zu Haus unterscheiden. Auf dieser Grundlage entsteht das Sanierungskonzept, im Bestand meist eine Radon-Unterbodenabsaugung, die die radonhaltige Bodenluft unter dem Gebäude absaugt, beim Neubau eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte. Nach der Inbetriebnahme messen wir nach, einmal mit laufender Anlage und einmal ohne: Der Vergleich zeigt unmittelbar, was die Maßnahme bewirkt. Radonmessung, Radon-Sniffing und Radonsanierung erhalten Sie bei uns alles aus einer Hand.

Ziel aller Maßnahmen ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den WHO-empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³ – energieeffizient und langfristig wirksam.

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und vom SMUL Sachsen fortgebildete Radon-Fachperson. Die Binker Materialschutz GmbH ist eine staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz, rund um Goslar auch in Bad Harzburg, Langelsheim und Liebenburg.

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Häufige Fragen zu Radon in Goslar

Ist Goslar ein Radonvorsorgegebiet?

Ja. Niedersachsen hat Goslar im Dezember 2020 gemeinsam mit Braunlage und Clausthal-Zellerfeld zum Radonvorsorgegebiet erklärt. Es sind die einzigen 3 Radonvorsorgegebiete in Niedersachsen. Ausgewiesen wird dabei immer das gesamte Gemeindegebiet.

Wie hoch ist die Radonbelastung in Goslar?

Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für die Ortsmitte von Goslar ein Radonpotenzial von 10,7 aus, in der Bodenluft bis zu 128.300 Bq/m³. Das Gemeindemittel für Wohnräume liegt bei 59 Bq/m³ und damit unter dem WHO-Richtwert von 100 Bq/m³.

Warum ist Goslar Radonvorsorgegebiet, obwohl das Radonpotenzial niedrig ist?

Das Radonvorsorgegebiet gilt für das gesamte Stadtgebiet, nicht für einen einzelnen Messpunkt. Goslar reicht vom Harzvorland bis in den Oberharz, und die Werte schwanken darin erheblich: von 2,1 im Norden um Vienenburg bis 41,2 im Bereich Hahnenklee-Bockswiese.

Müssen Arbeitgeber in Goslar Radon messen?

Ja. Im Radonvorsorgegebiet müssen Arbeitgeber die Radonkonzentration an Arbeitsplätzen im Keller- und Erdgeschoss messen. Überschreitet das Ergebnis den gesetzlichen Wert von 300 Bq/m³, müssen Maßnahmen zur Senkung folgen.

Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.

Standort Bad Bentheim:
Binker Materialschutz GmbH
über R. Breitenbach
Ochtruper Str. 34 a
D-48455 Bad Bentheim

Telefon: +49 (0) 172 8103547
E-Mail: verwaltung@binker.de

Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?

Radon ist unsichtbar und geruchlos, und die Fragen dazu sind bei jedem andere. Der eine weiß noch gar nicht, ob er betroffen ist. Der andere hat einen Messwert vor sich liegen und kann ihn nicht einordnen. Wieder andere haben schon abgedichtet oder gelüftet und stehen vor unveränderten Werten. Der Radon-Ratgeber führt Sie mit wenigen Fragen zu dem Schritt, der in Ihrer Lage sinnvoll ist.

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