Radonsanierung Plön – Ein Ort trotzt dem Trend

Ganz Schleswig-Holstein ist radonarm und Gebäude eher wenig Radon-belastet …
Nein – nicht ganz!
Ein kleiner Ort widersetzt sich: Plön.

Während der Großteil Norddeutschlands keine relevanten Radonprobleme kennt, gilt Plön als Ausnahme. In dieser Region treten lokal z.T. stark erhöhte Radonwerte auf – besonders in Kellern, erdberührten Räumen von Wohnhäusern, öffentlichen Einrichtungen oder Gewerbegebäuden. Für Eigentümer in Plön bedeutet das: Radonsanierung ist hier kein Nice-to-have, sondern eine wichtige Schutzmaßnahme der Gesundheit.

Radon in Plön: Eine geologische Besonderheit

Die geologischen Verhältnisse in der Umgebung von Plön – darunter durchlässige Böden und Verwerfungszonen – begünstigen das Aufsteigen von Radongas aus tieferen Erdschichten. Schon kleine Undichtigkeiten in der Gebäudehülle reichen aus, damit Radon in Keller und Erdgeschosse eindringen kann. Plön ist damit ein punktueller Radon-Hotspot in einem sonst eher Radon-unauffälligen Bundesland.

Warum Radonsanierung in Plön wichtig ist

Radon ist radioaktiv, unsichtbar, geruchlos – und gesundheitsschädlich. Es kann sich in Innenräumen anreichern, insbesondere in schlecht belüfteten Kellerräumen. Überschreitungen des gesetzlichen Referenzwerts von 300 Bq/m³ machen eine Sanierung verpflichtend, in sensiblen Bereichen (Wohnungen, Schulen, Kindergärten etc.) ist bereits bei Radonkonzentrationen von 100 Bq/m³ aufwärts eine Reduktion (= Sanierung) ratsam.

Radonsanierung in Plön: 4 bewährte Maßnahmen

1. Radon Absaugung – die zentrale Lösung

Radon Absaugung gilt als die wirksamste Methode, Radon dauerhaft aus Gebäuden fernzuhalten. Unter der Bodenplatte oder im Kellerbereich wird ein Rohrsystem mit einem Ventilator oder einer Turbine installiert, das über gezielte Saugpunkte Radon aus dem Untergrund absaugt. Die belastete Luft wird kontrolliert ins Freie abgeführt – ohne dabei das Raumklima zu beeinträchtigen.

Diese Technik funktioniert unabhängig vom Nutzerverhalten, ist für Alt- und Neubauten geeignet und lässt sich individuell skalieren – vom Einfamilienhaus bis zur öffentlichen Einrichtung.

Besonderheiten bei Plöner Gebäuden:
Aufgrund der lokalen Geologie empfiehlt sich bei Neubauten die vorsorgliche Einplanung eines effektiven vorbeugenden Radonschutzes.

2. Abdichtung – ergänzend oder vorbeugend

Radon dringt häufig durch:

  • Fugen zwischen Bodenplatte und Wand
  • Risse im Fundament
  • undichte Rohr- oder Kabeldurchführungen
  • offene Bodenabläufe

Eine gezielte Abdichtung dieser Eintrittsstellen ist essenziell, um Radon nicht unkontrolliert in Aufenthaltsräume gelangen zu lassen. Dabei kommen diffusionsdichte Materialien, Rohrmanschetten und dauerelastische Abdichtungen zum Einsatz. Diese Maßnahmen sind auch dann besonders sinnvoll, wenn bauliche Eingriffe ohnehin geplant sind (z. B. Sanierungen oder Umbauten).

In Kombination mit einer Absaugung verhindert sie, dass Radon über neue Wege in andere Gebäudeteile gelangt.

3. Raumlufttechnik – ergänzende Maßnahme bei leichter Belastung

In Gebäuden mit nur leicht erhöhter Radonkonzentration kann eine kontrollierte Raumlüftung ausreichend sein. Hierbei wird die Raumluft regelmäßig durch Frischluft verdünnt, was zu einer Reduktion der Radonkonzentration führt.

Möglichkeiten:

  • Fensterlüftung (nur effektiv bei diszipliniertem Stoßquerlüften oder festem Lüftungsplan)
  • mechanische Abluftsysteme (z. B. Intelligente Kellerbelüftung)
  • zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Wichtig: Die Wirksamkeit der Wohnraumlüftung ist stark abhängig vom Luftvolumenstrom pro Zeiteinheit. Bei stark erhöhter Radon-Belastung reicht Lüftung allein nicht aus – hier ist eine aktive Radon Absaugung zwingend erforderlich.

4. Radonmessung – Grundlage jeder Sanierung

Keine Maßnahme ohne vorherige Messung. Radon ist ohne technische Hilfsmittel nicht messbar. Dr. Binker bietet verschiedene Messverfahren an:

  • Langzeitmessung: mit passiven Exposimetern (mind. 30 Tage, besser fortlaufend 365 Tage), z. B. zur Dokumentation gegenüber Behörden oder Mietern
  • Kurzzeitmessung: mit elektronischen Geräten zur ersten schnellen Einschätzung
  • Radon-Sniffing: punktgenaue Lokalisierung der Eintrittsstellen durch mobile Analysegeräte mit Echtzeitmessung (siehe: https://radonsanierung-binker.de/radon-und-thoronmessung-mit-profi-messgeraeten/  ) – besonders hilfreich zur Planung der Absaugung oder Abdichtung

Je nach Gebäudenutzung und Raumaufteilung kann das Messkonzept individuell angepasst werden. Zuverlässige Messungen sind Voraussetzung für jede gezielte und wirtschaftlich sinnvolle Radonsanierung.

Wer in Plön sollte handeln?

  • Vermieter mit Verantwortung nach Strahlenschutzgesetz den Mietern gegenüber
  • öffentliche Träger (z. B. Schulen, Kitas, Rathäuser)
  • Unternehmen mit Arbeitsplätzen im Untergeschoß und/oder Erdgeschoß

Auch bei Neubauten in radonauffälligen Gebieten wie Plön sollte frühzeitig vorgesorgt werden – bereits durch einfache bauliche Vorbereitungen lässt sich späterer Aufwand vermeiden. Nutzen Sie unsere Beratungsleistung: https://radonfachperson.org/radonschutz-beim-neubau/

Fazit: Plön braucht Aufmerksamkeit – und Lösungen

Ganz Schleswig-Holstein ist radonarm … nein, nicht ganz!
Plön fällt auf – durch seine geologische Besonderheit und punktuell erhöhte Radonwerte. Eine fachgerechte Radonsanierung schützt hier nicht nur gesetzeskonform, sondern auch nachhaltig die Gesundheit der Bewohner und Nutzer.

Wie schon Asterix & Obelix wussten: Auch ein kleines Dorf kann dem großen Problem trotzen.
In Plön heißt der Widerstand: Radonsanierung – fachgerecht, effektiv und individuell geplant.

Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.

Standort Nürnberg: Hauptsitz Lauf

Binker Materialschutz GmbH
Westendstraße 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg

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