Lutter am Barenberge liegt am Nordwestrand des Harzes und ist seit November 2021 ein Ortsteil der Stadt Langelsheim. Die amtlichen Radonwerte fallen niedrig aus: Das Bundesamt für Strahlenschutz weist ein Radonpotenzial von 16,0 aus, für Wohnräume führt es Lutter mit einem Gemeindemittel von 64 Bq/m³ aus der Zeit vor der Fusion. Dieser Beitrag zeigt, was diese Werte bedeuten und wann eine Messung trotzdem sinnvoll ist.
Inhalt
Radon in Lutter am Barenberge: die amtlichen Werte
Die Werte des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) für Lutter am Barenberge, abgefragt an der Ortsmitte:
- Radonpotenzial: 16
- Radon in der Bodenluft: max. 18.100 Bq/m³ (geologische Einheit: Jura)
- Radonvorsorgegebiet: nein
- Radon in Wohnräumen: 64 Bq/m³ im Gemeindemittel
Das Gemeindemittel liegt unter dem von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³. Es ist ein Durchschnitt über viele Gebäude, einzelne liegen darüber. Über den Wert im einzelnen Gebäude entscheiden Baujahr, Kellerausführung, Zustand der erdberührten Bauteile und die Lüftungsgewohnheiten.
Radonkarte Lutter am Barenberge und Umgebung

Die Karte zeigt das Radonpotenzial im 10-Kilometer-Raster des Bundesamts für Strahlenschutz, ein einzelnes Feld deckt rund 100 Quadratkilometer ab. Lutter am Barenberge gehört zum Landkreis Goslar und liegt im Feld mit dem Wert 16. In den Feldern ringsum reichen die Werte von 10 bis 41,2.
Für die Einordnung einer Region ist das brauchbar, für ein einzelnes Gebäude nicht: Zwei Häuser in derselben Straße können unterschiedliche Werte haben, weil Bauweise und Keller darüber entscheiden, wie viel Bodenluft eintritt. Mit unserer kostenlosen Abfrage erhalten Sie die amtlichen BfS-Werte, abgefragt an Ihrer Adresse, dazu zwei Kartenausschnitte, einen zum Radonpotenzial und einen zum Radon in der Bodenluft, und die Einschätzung Ihrer Werte von Dr. Gerhard Binker:
Kein Radonvorsorgegebiet: was das für Lutter am Barenberge bedeutet
Niedersachsen hat im Dezember 2020 3 Gemeinden zum Radonvorsorgegebiet erklärt: Braunlage, Clausthal-Zellerfeld und Goslar. Lutter am Barenberge gehört nicht dazu. Was daraus folgt:
- Arbeitgeber in Lutter am Barenberge trifft keine gesetzliche Messpflicht für Arbeitsplätze im Keller- und Erdgeschoss. Der gesetzliche Wert von 300 Bq/m³ an Arbeitsplätzen gilt aber bundesweit. Wird er überschritten, sind Maßnahmen fällig, auch außerhalb eines Radonvorsorgegebiets.
- Bauherren müssen beim Neubau den Zutritt von Radon erschweren. Das Strahlenschutzgesetz sieht diese Pflicht als erfüllt an, wenn der übliche Feuchteschutz nach den anerkannten Regeln der Technik eingehalten ist. Wir empfehlen weitergehende Maßnahmen wie eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte: Feuchtigkeit ist eine Flüssigkeit, Radon ein Gas, und ein Gas ist deutlich beweglicher und findet auch Wege, die Wasser nicht nimmt. Bei der Planung unterstützt Sie unsere Radon-Beratung im Um- und Neubau.
- Eigentümern und Mietern steht eine Messung frei. Sie lohnt sich vor allem bei älteren Gebäuden mit Kellern ohne durchgehende Abdichtung und dann, wenn Wohnräume im Untergeschoss genutzt werden.
Die Ausweisung als Radonvorsorgegebiet folgt einem festgelegten Verfahren über Messdaten und Flächenanteile im Gemeindegebiet. Sie ist eine Verwaltungsentscheidung und sagt nichts darüber, wie viel Radon in einem einzelnen Haus ankommt. Mehr zur Geologie und zu den Werten der ganzen Region: Radon im Harz.
Radonsanierung in Lutter am Barenberge: so gehen wir vor
Am Anfang steht die Frage, wie viel Radon tatsächlich in Ihren Räumen ankommt. Das klärt eine Langzeitmessung: Kleine passive Messgeräte, sogenannte Dosimeter, liegen dafür mehrere Monate in den genutzten Räumen und werden anschließend im Labor ausgewertet. Die Messung sollte die Wintermonate einschließen, denn in der Heizsaison sammelt sich am meisten Radon im Haus: Es wird seltener gelüftet, und die aufsteigende warme Heizungsluft erzeugt einen leichten Sog, der zusätzliches Radon aus dem Boden ins Gebäude zieht. Wir stellen Ihnen die passenden Dosimeter zur Verfügung und übernehmen die Auswertung.
Zeigt die Messung erhöhte Werte, spüren wir beim Radon-Sniffing die Eintrittspfade auf: Risse, Fugen, Rohrdurchführungen und Schächte. Erst danach steht fest, welche Maßnahme wirkt, denn die Eintrittswege unterscheiden sich von Haus zu Haus. Auf dieser Grundlage entsteht das Sanierungskonzept, im Bestand meist eine Radon-Unterbodenabsaugung, die die radonhaltige Bodenluft unter dem Gebäude absaugt, beim Neubau eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte. Nach der Inbetriebnahme messen wir nach, einmal mit laufender Anlage und einmal ohne: Der Vergleich zeigt unmittelbar, was die Maßnahme bewirkt. Radonmessung, Radon-Sniffing und Radonsanierung erhalten Sie bei uns alles aus einer Hand.
Ziel aller Maßnahmen ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den WHO-empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³ – energieeffizient und langfristig wirksam.
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und vom SMUL Sachsen fortgebildete Radon-Fachperson. Die Binker Materialschutz GmbH ist eine staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz, rund um Lutter am Barenberge auch in Langelsheim, Seesen und Liebenburg.
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Häufige Fragen zu Radon in Lutter am Barenberge
Wie hoch ist die Radonbelastung in Lutter am Barenberge?
Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für die Ortsmitte von Lutter am Barenberge ein Radonpotenzial von 16,0 aus, in der Bodenluft bis zu 18.100 Bq/m³. Das Gemeindemittel für Wohnräume liegt bei 64 Bq/m³ und damit unter dem WHO-Richtwert von 100 Bq/m³.
Ist Lutter am Barenberge ein Radonvorsorgegebiet?
Nein. Niedersachsen hat im Dezember 2020 Braunlage, Clausthal-Zellerfeld und Goslar zu Radonvorsorgegebieten erklärt. Lutter am Barenberge gehört nicht dazu.
Ist Lutter am Barenberge noch eine eigene Gemeinde?
Nein. Seit dem 1. November 2021 ist Lutter am Barenberge ein Ortsteil der Stadt Langelsheim im Landkreis Goslar. Das Bundesamt für Strahlenschutz führt die Radon-Wohnraumdaten für Lutter noch mit einem eigenen Gemeindemittel aus der Zeit vor der Fusion.
Müssen Arbeitgeber in Lutter am Barenberge Radon messen?
Eine allgemeine Messpflicht für Arbeitsplätze im Keller- und Erdgeschoss gilt nur in Radonvorsorgegebieten, Lutter am Barenberge ist keines. Der gesetzliche Wert von 300 Bq/m³ an Arbeitsplätzen gilt jedoch bundesweit. Wird er überschritten, sind Maßnahmen erforderlich.
Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson
Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.
Standort Bad Bentheim:
Binker Materialschutz GmbH
über R. Breitenbach
Ochtruper Str. 34 a
D-48455 Bad Bentheim
Telefon: +49 (0) 172 8103547
E-Mail: verwaltung@binker.de

Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?
Radon ist unsichtbar und geruchlos, und die Fragen dazu sind bei jedem andere. Der eine weiß noch gar nicht, ob er betroffen ist. Der andere hat einen Messwert vor sich liegen und kann ihn nicht einordnen. Wieder andere haben schon abgedichtet oder gelüftet und stehen vor unveränderten Werten. Der Radon-Ratgeber führt Sie mit wenigen Fragen zu dem Schritt, der in Ihrer Lage sinnvoll ist.

