Radonsanierung Herzberg am Harz

Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für Herzberg am Harz ein Radonpotenzial von 45,6 aus, mehr als in 2 der 3 niedersächsischen Radonvorsorgegebiete. In den Wohnräumen kommt davon im Schnitt weniger an, als diese Zahl vermuten lässt. Dieser Beitrag zeigt, warum beides zusammenpasst und wie eine Radonsanierung in Herzberg abläuft.

Radon in Herzberg am Harz: die amtlichen Werte

Die Werte des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) für Herzberg am Harz, abgefragt an der Ortsmitte:

  • Radonpotenzial: 45,6
  • Radon in der Bodenluft: max. 83.600 Bq/m³ (geologische Einheit: Zechstein)
  • Radonvorsorgegebiet: nein
  • Radon in Wohnräumen: 79 Bq/m³ im Gemeindemittel

Zum Vergleich: Im Radonvorsorgegebiet Clausthal-Zellerfeld liegt das Radonpotenzial bei 34,7, in Goslar bei 10,7. Herzberg übertrifft beide deutlich. Das Gemeindemittel in den Wohnräumen bleibt mit 79 Bq/m³ dennoch unter dem von der WHO empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³, während das benachbarte Bad Lauterberg bei etwa halbem Radonpotenzial auf 124 Bq/m³ kommt.

Radonkarte Herzberg am Harz und Umgebung

Die Karte zeigt das Radonpotenzial im 10-Kilometer-Raster des Bundesamts für Strahlenschutz, ein einzelnes Feld deckt rund 100 Quadratkilometer ab. Herzberg am Harz gehört zum Landkreis Göttingen und liegt im Feld mit dem Wert 45,6. In den Feldern ringsum reichen die Werte von 19,6 bis 88,8.

Für die Einordnung einer Region ist das brauchbar, für ein einzelnes Gebäude nicht: Zwei Häuser in derselben Straße können unterschiedliche Werte haben, weil Bauweise und Keller darüber entscheiden, wie viel Bodenluft eintritt. Mit unserer kostenlosen Abfrage erhalten Sie die amtlichen BfS-Werte, abgefragt an Ihrer Adresse, dazu zwei Kartenausschnitte, einen zum Radonpotenzial und einen zum Radon in der Bodenluft, und die Einschätzung Ihrer Werte von Dr. Gerhard Binker:

Warum viel Radon im Boden nicht viel Radon im Haus bedeutet

Das Radonpotenzial beschreibt den Untergrund: wie viel Radon dort entsteht und wie durchlässig der Boden dafür ist. Es beschreibt nicht, wie viel davon in ein Gebäude gelangt. Diesen Weg entscheidet das Haus selbst. Ein Neubau mit durchgehend abgedichteter Bodenplatte kann auf hochbelastetem Untergrund unauffällige Werte zeigen, ein alter Natursteinkeller mit offenen Rohrdurchführungen auf demselben Boden ein Vielfaches davon.

Für Sie folgt daraus zweierlei. Ein niedriges Gemeindemittel ist keine Entwarnung für Ihr Haus, denn es ist ein Durchschnitt über viele sehr unterschiedliche Gebäude. Und ein hohes Radonpotenzial im Boden ist kein Urteil über Ihr Haus, sondern ein Grund, einmal nachzumessen.

Kein Radonvorsorgegebiet: was das bedeutet

Niedersachsen hat im Dezember 2020 nur 3 Gemeinden zum Radonvorsorgegebiet erklärt: Braunlage, Clausthal-Zellerfeld und Goslar. Herzberg gehört nicht dazu. Was daraus folgt:

  • Arbeitgeber in Herzberg trifft keine gesetzliche Messpflicht für Arbeitsplätze im Keller- und Erdgeschoss. Der gesetzliche Wert von 300 Bq/m³ an Arbeitsplätzen gilt aber bundesweit. Wird er überschritten, sind Maßnahmen fällig, auch außerhalb eines Radonvorsorgegebiets.
  • Bauherren müssen beim Neubau den Zutritt von Radon erschweren. Das Strahlenschutzgesetz sieht diese Pflicht als erfüllt an, wenn der übliche Feuchteschutz nach den anerkannten Regeln der Technik eingehalten ist. Wir empfehlen weitergehende Maßnahmen wie eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte: Feuchtigkeit ist eine Flüssigkeit, Radon ein Gas, und ein Gas ist deutlich beweglicher und findet auch Wege, die Wasser nicht nimmt. Bei der Planung unterstützt Sie unsere Radon-Beratung im Um- und Neubau.
  • Eigentümern und Mietern ändert die fehlende Ausweisung nichts. Sie ist eine Verwaltungsentscheidung über Messdaten und Flächenanteile im Gemeindegebiet, keine Aussage über ein einzelnes Haus.

Mehr zur Geologie und zu den Werten der ganzen Region: Radon im Harz.

Radonsanierung in Herzberg am Harz: so gehen wir vor

Am Anfang steht die Frage, wie viel Radon tatsächlich in Ihren Räumen ankommt. Das klärt eine Langzeitmessung: Kleine passive Messgeräte, sogenannte Dosimeter, liegen dafür mehrere Monate in den genutzten Räumen und werden anschließend im Labor ausgewertet. Die Messung sollte die Wintermonate einschließen, denn in der Heizsaison sammelt sich am meisten Radon im Haus: Es wird seltener gelüftet, und die aufsteigende warme Heizungsluft erzeugt einen leichten Sog, der zusätzliches Radon aus dem Boden ins Gebäude zieht. Wir stellen Ihnen die passenden Dosimeter zur Verfügung und übernehmen die Auswertung.

Zeigt die Messung erhöhte Werte, spüren wir beim Radon-Sniffing die Eintrittspfade auf: Risse, Fugen, Rohrdurchführungen und Schächte. Erst danach steht fest, welche Maßnahme wirkt. Auf dieser Grundlage entsteht das Sanierungskonzept, im Bestand meist eine Radon-Unterbodenabsaugung, die die radonhaltige Bodenluft unter dem Gebäude absaugt, beim Neubau eine Radon-Drainage unter der Bodenplatte. Nach der Inbetriebnahme messen wir nach, einmal mit laufender Anlage und einmal ohne: Der Vergleich zeigt unmittelbar, was die Maßnahme bewirkt. Radonmessung, Radon-Sniffing und Radonsanierung erhalten Sie bei uns alles aus einer Hand.

Ziel aller Maßnahmen ist eine nachhaltige Radon-Reduktion deutlich unter den WHO-empfohlenen Richtwert von 100 Bq/m³ – energieeffizient und langfristig wirksam.

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und vom SMUL Sachsen fortgebildete Radon-Fachperson. Die Binker Materialschutz GmbH ist eine staatlich anerkannte Messstelle des Bundesamts für Strahlenschutz für Radonmessungen. Wir sind deutschlandweit für Sie im Einsatz, rund um Herzberg auch in Hattorf am Harz, Osterode am Harz und Bad Lauterberg.

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Häufige Fragen zu Radon in Herzberg am Harz

Wie hoch ist die Radonbelastung in Herzberg am Harz?

Das Bundesamt für Strahlenschutz weist für die Ortsmitte von Herzberg am Harz ein Radonpotenzial von 45,6 aus, in der Bodenluft bis zu 83.600 Bq/m³. Das Gemeindemittel für Wohnräume liegt bei 79 Bq/m³ und damit unter dem WHO-Richtwert von 100 Bq/m³.

Ist Herzberg am Harz ein Radonvorsorgegebiet?

Nein. Niedersachsen hat im Dezember 2020 nur Braunlage, Clausthal-Zellerfeld und Goslar zu Radonvorsorgegebieten erklärt. Herzberg gehört nicht dazu, obwohl das Radonpotenzial mit 45,6 höher liegt als in Clausthal-Zellerfeld mit 34,7 und in Goslar mit 10,7.

Warum ist das Gemeindemittel niedrig, obwohl der Untergrund viel Radon enthält?

Das Radonpotenzial beschreibt den Untergrund, nicht den Weg ins Gebäude. Wie viel Radon ankommt, entscheidet die Bauweise: abgedichtete Bodenplatte, Zustand der erdberührten Bauteile, Rohrdurchführungen und Lüftung. Ein niedriges Gemeindemittel ist deshalb keine Entwarnung für ein einzelnes Haus.

Müssen Arbeitgeber in Herzberg am Harz Radon messen?

Eine allgemeine Messpflicht für Arbeitsplätze im Keller- und Erdgeschoss gilt nur in Radonvorsorgegebieten, Herzberg ist keines. Der gesetzliche Wert von 300 Bq/m³ an Arbeitsplätzen gilt jedoch bundesweit. Wird er überschritten, sind Maßnahmen erforderlich.

Radon Gutachter Dr. Gerhard Binker – Radonfachperson

Dr. Gerhard Binker ist eine vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz und SMUL Sachsen fortgebildete Radonfachperson und eine anerkannte Messstelle vom Bundesamt für Strahlenschutz für Radonmessungen sowie geprüfter Radonsachverständiger vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz.

Standort Bad Bentheim:
Binker Materialschutz GmbH
über R. Breitenbach
Ochtruper Str. 34 a
D-48455 Bad Bentheim

Telefon: +49 (0) 172 8103547
E-Mail: verwaltung@binker.de

Radon-Ratgeber: Was tun bei Radon?

Radon ist unsichtbar und geruchlos, und die Fragen dazu sind bei jedem andere. Der eine weiß noch gar nicht, ob er betroffen ist. Der andere hat einen Messwert vor sich liegen und kann ihn nicht einordnen. Wieder andere haben schon abgedichtet oder gelüftet und stehen vor unveränderten Werten. Der Radon-Ratgeber führt Sie mit wenigen Fragen zu dem Schritt, der in Ihrer Lage sinnvoll ist.

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